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Samstag, 25. Juli 2009

Cockpit völlig zerfetzt: Iljuschin im Iran abgestürzt

Beim zweiten Flugzeugunglück im Iran innerhalb von neun Tagen hat die zivile Luftaufsichtsbehörde (CAO) die Zahl der Todesopfer erneut korrigiert. Nach neuesten Angaben seien bei dem Unglück 16 Menschen getötet worden, 29 wurden verletzt. Insgesamt waren 153 Reisende an Bord der Maschine russischer Bauart vom Typ Iljuschin 62, als diese nach der Landung in eine Mauer raste.

Das Wrack der Iljuschin.

Das Wrack der Iljuschin.
(Foto: dpa)

Wie der Sprecher der CAO, Reza Jafarzadeh, mitteilte, gehörten zu den Todesopfern 13 Besatzungsmitglieder, darunter der Pilot, und 3 Passagiere. Der Co-Pilot, ein Iraner, habe überlebt und sei im Krankenhaus. Neun der getöteten Flugbegleiter sollen Kasachen gewesen sein. Über die Nationalität der anderen Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Vize-Transportminister Ahmad Madschidi sagte, Cockpit und Reifen des vierstrahligen Flugzeugs seien bei der Landung am Freitag in Brand geraten. Die Maschine sei dann über die Rollbahn hinaus gerast und gegen eine Mauer geprallt. Das Feuer wurde schnell gelöscht. Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von einem völlig zerfetzten Cockpit. Der übrige Rumpf war kaum beschädigt.

Zu hohe Landegeschwindigkeit?

Als Ursache für das Unglück könnte ein technischer Defekt infrage kommen. Der Chef der CAO, Mohammad-Ali Ilkhani, sagte dagegen der Nachrichtenagentur ISNA, es habe keinen technischen Defekt an der Maschine gegeben. Höchstwahrscheinlich sei eine zu hohe Landegeschwindigkeit Ursache für den Unfall gewesen. Das Flugzeug der Gesellschaft Aria Airways mit der Flugnummer IRX-1520 war in Teheran gestartet und sollte am Freitagnachmittag planmäßig in Mesched landen.

29 Menschen wurden verletzt.

29 Menschen wurden verletzt.
(Foto: REUTERS)

Erst am 15. Juli waren beim Absturz eines Passagierflugzeuges im Iran 168 Menschen ums Leben gekommen. Die Tupolew 154 der Caspian Airlines war auf dem Weg nach Eriwan kurz nach dem Start in Teheran abgestürzt. Die Ursache des Absturzes ist noch unklar.

In den vergangenen Jahren sind bei Flugzeug-Unglücken im Iran Hunderte von Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung führt die Probleme in der Luftfahrt auf westliche Sanktionen gegen das Land zurück. Neue Maschinen würden dem Land nicht verkauft, auch bekomme der Iran keine Ersatzteile für die alten Flugzeuge.

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dpa

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