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Freitag, 31. Oktober 2014

Samstag bis zu 22 Grad: Im November wird's nochmal Sommer

In weiten Teilen Deutschlands können Hartgesottene noch einmal die kurzen Hosen aus dem Schrank kramen: Am Wochenende gibt es noch einmal Sonne satt, gepaart mit angenehm spätherbstlichen Temperaturen, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander vorhersagt.

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n-tv.de: Gefühlt ging der Sommer in den vergangenen Wochen nochmals in die Verlängerung. Ist der Oktober damit inzwischen der bessere August?

Björn Alexander: Der August war in diesem Jahr teilweise wirklich unterirdisch. Gerade in den westlichen Landesteilen über ein Grad zu kalt und viel zu nass. Da wirkt der Oktober schon ganz anders. Vom kleinen Wintereinbruch in den Bergen zwischendrin mal abgesehen, war der Oktober fast 3 Grad wärmer als der Durchschnitt. Zu Beginn des Monats gleich mal mit Werten von über 25 Grad. Damit ist der Oktober 2014 einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und was man auch nicht vergessen darf ist, dass das richtig schöne und warme Wetter uns oft an den Wochenenden verwöhnt hat. 

Das stimmt.

Da ist vielleicht schon etwas überraschend, dass die anderen Parameter - nämlich Regen und Sonnenschein - alles in allem im Soll gewesen sind. Also: Der Oktober 2014 war deutlich zu warm, aber es gab nicht mehr Sonne oder weniger Regen als im Durchschnittsoktober.

Und auch jetzt soll das Wochenende ja wieder mal richtig schön werden, oder?

Auf jeden Fall. Für viele von uns wird der Start in den November alles andere als novembrig. Das Feeling wird verbreitet eher an den Spätsommer oder den Frühherbst erinnern. 

Woran liegt das?

An einem mächtigen Tief weit draußen über dem Atlantik. Das schaufelt Warmluft aus dem Norden Afrikas über Spanien direkt nach Mitteleuropa. Außerdem ist das Tief zuerst so weit entfernt, dass Hoch Quinn etwas östlich von uns noch die Wolken fernhalten kann. Erst am Sonntag kommt im Westen und Nordwesten ein schlapper Tiefausläufer heran, der mehr Wolken und erste Schauer bringen kann. Dafür dürften am Samstag gerade in den westlichen Landesteilen Temperaturrekorde wackeln.

Wie warm wird es denn?

In Nordrhein-Westfalen sind zum Start ins Wochenende in den tieferen Lagen Werte um 20 Grad drin. Stellenweise sind auch bis zu 22 Grad möglich. Und damit bewegen wir uns dann im Bereich der höchsten Temperaturen, die im November überhaupt möglich beziehungsweise in der Vergangenheit schon gemessen worden sind. 

Was erwartet die übrigen Landesteile?

Die Frühstunden dürften am Samstag noch gebietsweise Dunst, Nebel oder Hochnebel bringen. Auch Sichtweiten unter 100 Meter werden mal dabei sein. Im Tagesverlauf werden sich die Nebelbänke aber mehrheitlich lichten und nur den Norden könnten gelegentlich noch kompaktere Wolkenfelder streifen. Dazu die bereits erwähnten 22 Grad in Teilen von Nordrhein-Westfalen. Ansonsten klettern die Werte meistens auf 15 bis 20 Grad. Lediglich in den Regionen, in denen sich der Nebel erst nach dem Mittag auflöst, bleibt es bei 13 bis 15 Grad etwas frischer.

Wie sieht der Sonntag aus?

Im Süden und Osten ändert sich nur wenig. Wenn sich die teils zähen Nebelfelder aufgelöst haben, dann wird es dort wieder schön. Von der Eifel über den Niederrhein und das Emsland bis herauf in die Lübecker Bucht kommen dagegen dichtere Wolkenfelder heran, die können im Tagesverlauf örtlich auch mal etwas Regen mitbringen. Dabei bleibt es nach wie vor sehr mild bei meist 15 bis 20 Grad, aber das sind dann keine Rekordwerte mehr. 10 Grad werden es in ungünstigen Tallagen im Süden, wo sich der Nebel länger halten kann. 

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Quelle: n-tv.de

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