Donnerstag, 19. November 2009
Schweinegrippe: Impfung führte nicht zum Tod
Das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut sieht bislang keinen Zusammenhang zwischen der Schweinegrippe-Impfung und den jüngsten Todesfällen. "Es handelte sich in allen Fällen um Menschen, die sehr schwer krank waren", sagte die Sprecherin des Instituts, Susanne Stöcker, im RBB-Radio. "Sie sind zum Teil an Reaktionen gestorben, die direkt in Zusammenhang mit ihrer Krankheit standen, so dass wir bis jetzt davon ausgehen müssen, dass die Impfung zufällig vorher in Anspruch genommen wurde."
Stöcker zufolge wird das Institut die Fälle, die gemeldet werden, sehr genau bewerten. Im Moment spreche aber nichts dafür, dass es einen Todesfall aufgrund einer Impfung gebe. Todesfälle nach Schweinegrippe-Impfungen waren in den vergangenen Tagen unter anderem aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen bekannt geworden. Bei anschließenden Obduktionen fanden sich jedoch keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Impfung.
Die Institutssprecherin riet außerdem zur Impfung auch chronisch kranker Kinder. Auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte empfehle dies. "Das Virus wirkt bei ganz jungen chronisch kranken Menschen besonders gefährlich", sagte Stöcker.
AFP
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