Panorama

Massenproteste nach VergewaltigungInder gehen auf die Barrikaden

22.12.2012, 11:49 Uhr
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Demonstrantinnen fordern härtere Strafen für Vergewaltiger. (Foto: AP)

Die Proteste nach der Vergewaltigung einer Frau in einem Bus in Neu Delhi halten an. "Hängt die Vergewaltiger", fordern Demonstranten. Am Rande der Proteste kommt es auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Die vergewaltigte Frau schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Nach der Vergewaltigung einer Studentin in einem Bus durch eine Gruppe betrunkener Männer kommt Indien nicht zur Ruhe. Die Polizei ging in der Hauptstadt Neu Delhi bei einer Kundgebung mit tausenden Teilnehmern mit Tränengas und Wasserwerfern gegen wütende Demonstranten vor. Zu den Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften kam es, als eine Gruppe aus überwiegend jungen Frauen und Männern versuchte, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und zum Haus des Staatspräsidenten vorzudringen.

Am vergangenen Sonntag hatte eine Gruppe von sechs Männern in einem Privatbus in Neu Delhi eine Studentin mehrfach vergewaltigt und mit einer Eisenstange schwer verletzt. Ihr ebenfalls anwensender Freund wurde ebenfalls schwer verletzt. Danach warfen die Täter das Paar aus dem fahrenden Bus. Die junge Frau schwebte noch immer in Lebensgefahr.

"Wir wollen Gerechtigkeit" und "Hängt die Vergewaltiger", forderten Demonstranten bei den Protesten, die den sechsten Tag in Folge andauerten. Die Demonstranten verlangten bei der Kundgebung landesweit bessere Sicherheitsmaßnahmen für Frauen und eine schärfere Strafverfolgung von Vergewaltigern.

Die Regierung rief die Demonstranten zur Ruhe auf. "Das ist keine Art zu protestieren", sagte Innenministeriumsvertreter R.P.N. Singh dem Sender CNN-IBN. "Der Versuch, Gebäude zu stürmen und Barrikaden niederzureißen, ist kein Weg, um einen Dialog zu beginnen."

Quelle: ntv.de, AFP