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Dienstag, 31. August 2010

"Todeswürdige Prostituierte": Iranische Zeitung beleidigt Bruni

Frankreich verurteilt die iranische Medienattacke gegen Carla Sarkozy als "inakzeptabel".

Frankreich verurteilt die iranische Medienattacke gegen Carla Sarkozy als "inakzeptabel".
(Foto: dpa)

Die Ehefrau des französischen Präsidenten, Carla Bruni, ist nach ihrem Eintreten für eine zum Tode durch Steinigung verurteilte Iranerin in einer Zeitung des Landes als Prostituierte geschmäht worden, die den Tod verdient habe. Die iranische Zeitung "Kaihan", deren Chefredakteur vom geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei berufen wird, schrieb, Bruni habe mehrere unrechtmäßige Beziehungen gehabt und sei verantwortlich für das Scheitern der zweiten Ehe des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Bruni sei eine unmoralische Frau und verdiene es zu sterben.

Bereits am Samstag hatte "Kaihan" mit Bezug auf Bruni getitelt: "Französische Prostituierte beteiligen sich an Menschenrechts-Aufruhr." Das Blatt bezog sich auf eine von mehreren französischen Prominenten unterzeichnete Solidaritätsadresse für Sakineh Mohammadi Aschtiani. Die Mutter von zwei Kindern ist wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs zum Tod durch Steinigen verurteilt worden. Wegen einer Revision des Urteils ist die Strafe noch nicht vollstreckt worden. 99 Peitschenhiebe hat sie bereits ertragen müssen. Der Fall hat weltweit für Empörung gesorgt.

Iran distanziert sich

Bruni hatte geschrieben, alles in ihr sträube sich gegen das Urteil. Die Iranerin solle sterben, weil sie gelebt und geliebt habe, weil sie eine Frau sei. "Kaihan" schrieb, Brunis Lebensstil zeige, warum sie die Ehebrecherin unterstütze. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte angesprochen auf den Bericht, es entspreche nicht der Islamischen Republik, Vertreter anderer Länder zu beleidigen und ungeeignete Wörter zu verwenden. Das französische Außenministerium nannte die Äußerungen völlig inakzeptabel. Dies sei der iranischen Regierung auch deutlich gemacht worden.

AFP

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