Amoklauf in einer BankIsraeli dreht durch und tötet vier Menschen

Tragödie in Israel: Ein ehemaliger Grenzschützer dreht durch und tötet vier Menschen. Offenbar war der Mittvierziger hoch verschuldet - nach einem Besuch bei seiner Bank greift der frustrierte Mann zur Waffe.
Bei einer Geiselnahme in einer Bank hat ein ehemaliger Polizist in Israel vier Menschen getötet und sich anschließend das Leben genommen. Ein weiterer Mensch wurde bei der Bluttat in der Stadt Beerscheba verletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Dem Täter war zuvor ein Kredit verweigert worden.
Bei dem Täter handele es sich um einen jüdischen Einwohner Beerschebas in der Negev-Wüste, sagte die Polizeisprecherin. Der Mittvierziger habe mehrere Jahre als Grenzschützer gearbeitet - einer zur Polizei gehörigen Abteilung. Nach Informationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hatte er zudem den Grad eines Armeeoffiziers.
Nachdem ihm der Kredit zur Schuldentilgung verweigert worden sei, sei er zunächst nach Hause gegangen, um eine Pistole zu holen, sagte der Minister für Innere Sicherheit, Jitzhak Aharonowitsch, dem Armeerundfunk. Der Täter sei zur Bank zurückgekehrt und habe wild um sich geschossen. Anschließend habe er eine Frau als Geisel genommen, bevor er sich später selbst getötet habe. Bei den Toten handele es sich um drei Männer und eine Frau - zwei Bankangestellte und zwei Kunden. Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einer "großen Tragödie"