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Tebartz-van Elst (r.) soll sich in Rom beweisen. Noch steht eine offizielle Bestätigung aber aus.
Tebartz-van Elst (r.) soll sich in Rom beweisen. Noch steht eine offizielle Bestätigung aber aus.

Eine zweite Chance: Ist Tebartz-van Elst bald Sekretär in Rom?

Mit der Zwangspause für den skandalösen Ex-Bischof Tebartz-van Elst könnte es schon bald vorbei sein. Angeblich erhält er jetzt eine neue Aufgabe im Rat für die Förderung der Neuevangelisation. Dort soll er sich als Sekretär bewähren.

Der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst könnte möglicherweise schon bald ein Amt im Vatikan übernehmen. Tebartz-van Elst werde künftig den Posten eines Sekretärs im Rat für die Förderung der Neuevangelisation bekleiden, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Kirchenkreise. Papst Franziskus wolle ihm nach 15-monatiger Zwangspause eine Bewährungschance geben. Eine offizielle Bestätigung hierfür gab es weder in Rom noch in der katholischen Kirche in Deutschland.

Der Vatikan wollte die Personalie nicht bestätigen. Mögliche Neubesetzungen von Posten in der Kurie würden nach der Entscheidung offiziell mitgeteilt. Auch die Sprecherin von Tebartz-van Elst, Eva Demmerle, wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben. Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte, sie sei nicht zuständig, weil Tebartz-van Elst bei ihr kein Mitglied mehr sei.

Tebartz hatte nach einem Skandal um die Kostenexplosion seines neuen Amtssitzes in Limburg im vergangenen März sein Amt verloren.

Der Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung ist eine Behörde der römischen Kurie, also der Verwaltung des Vatikans. Aufgabe ist die Verkündung des Evangeliums im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen. Geleitet wird die 2010 gegründete Behörde vom italienischen Erzbischof Rino Fisichella.

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Quelle: n-tv.de

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