Panorama

Vierte und fünfte Vollstreckung 2012Japan erhängt zwei Mörder

03.08.2012, 07:40 Uhr
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In Japan werden Todesurteile durch Erhängen vollstreckt. Öffnet sich diese Falltür, fällt der Verurteilte in den Galgen. (Foto: REUTERS)

Japan richtet zwei verurteilte Mörder hin. Einer von ihnen wurde für schuldig befunden, eine Schülerin vergewaltigt und ihre Leiche verbrannt zu haben. Der andere wurde verurteilt, weil er zwei Angehörige umgebracht hatte, um sie zu berauben.

In Japan sind zwei verurteilte Mörder hingerichtet worden. Wie das Justizministerium in Tokio mitteilte, wurden die beiden Männer im Alter von 40 und 31 Jahren gehenkt.

Der 40-Jährige war für schuldig befunden worden, eine 19-jährige Schülerin vergewaltigt und ihre Leiche auf einer Baustelle verbrannt zu haben. Der 31-Jährige wurde verurteilt, weil er 2007 zwei Angehörige umgebracht hatte, um sie zu berauben.

Die Zahl der Hinrichtungen in Japan in diesem Jahr steigt damit auf fünf. Ende März wurden bereits Todesurteile gegen drei Mörder vollstreckt, nachdem Japan 2011 auf Exekutionen verzichtet hatte. Außer den USA ist Japan die einzige demokratische Industriemacht westlicher Prägung, die Todesurteile verhängt und vollstreckt. Dagegen gibt es regelmäßig Proteste europäischer Regierungen und von Menschenrechtsgruppen.

Amnesty International Japan verurteilte die Hinrichtungen. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte die Regierung in Tokio für ihr "rigides Festhalten an Exekutionen" und forderte eine Änderung der Gesetze. Selbst wenn die Todesstrafe unter japanischem Recht legal sei, so widerspreche sie internationalen Normen zum Schutz der Menschenrechte. In japanischen Todeszellen sitzen 130 Menschen.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa