Panorama
Glatteis, Schnee und Sturmböen steuern auf Deutschland zu.
Glatteis, Schnee und Sturmböen steuern auf Deutschland zu.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Norden muss sich warm anziehen: "Xaver" bringt schweren Sturm und Schnee

Über Grönland braut sich was zusammen: das Orkantief "Xaver". Es soll den Norden Deutschlands bereits an diesem Donnerstag erreichen. Dann werden an den Küsten Wasserstände erwartet, die sich zu einer schweren Sturmflut entwickeln könnten.

Video

Sturmböen, Sturmfluten und Schnee drohen: Das Orkantief "Xaver" soll am Donnerstag und Freitag im Norden und an der Küste Deutschlands für kräftige Unwetter sorgen. Noch wehte an diesem Dienstag dort kaum ein Lüftchen, die Dezembersonne strahlte vom blauen Himmel. Aber das könnte sich dramatisch ändern, denn "Xaver" baut sich in diesen Stunden vor Grönland auf und wird hierzulande am Donnerstag erwartet.

Schon am Donnerstagmorgen werden Sturmböen erwartet, die später an der See, im nördlichen Schleswig-Holstein und auf den höheren Bergen zu Orkanböen bis Stärke 12 anwachsen können. Bis weit ins nördliche Binnenland hinein sind dann schwere Sturmböen der Stärke 10 und 11 wahrscheinlich. Am Freitag sollen die Böen etwas nachlassen, dann kommen aber Schneeschauer hinzu.

"Xaver" soll nach Einschätzung der Meteorologen mindestens so stark wie Orkan "Christian" werden, der Ende Oktober über Norddeutschland hinweggefegt war. Das Tückische an "Xaver" ist, dass er viel länger dauern wird.

Zwei bis 2,5 Meter über Normal

So soll es am Samstagmorgen in weiten Teilen Deutschlands aussehen.
So soll es am Samstagmorgen in weiten Teilen Deutschlands aussehen.(Foto: dpa)

Auch die niedersächsische Küste und die ostfriesischen Inseln sind von Sturmflut bedroht. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) prognostiziert Wasserstände zwei Meter über Normal für die Nacht zum Freitag. Bei einer solchen Höhe sprechen die Experten von einer schweren Sturmflut.

Auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) stellt sich auf eine oder mehrere Sturmfluten an der Nordseeküste ein. Nach derzeitigem Stand rechnen die Experten mit etwa 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser - das würde die Grenze zu einer schweren Sturmflut sogar noch überschreiten.

Auch am Freitag bleibt es im Norden und in der Mitte Deutschlands ungemütlich mit schwerem Sturm und Orkanböen. Dazu schneit es auf den Bergen in ganz Deutschland, auch Gewitter sind möglich. In Staulagen und an den Alpen gibt es bis zu 30 Zentimeter Neuschnee und starke Schneeverwehungen. Im Flachland, bis in den Osten Deutschlands hinein, werden rund 10 Zentimeter Schnee erwartet. Der meiste Schnee fällt zwischen Elbe und Weser. Die Folge dürften Zugverspätungen und -ausfälle sein. Auch für den Flugverkehr werden Beeinträchtigungen erwartet. Die Schiffssverbindungen zu und zwischen den Nordseeinseln werden aller Voraussicht nach eingestellt. Erst in der Nacht zum Samstag beruhigt sich die Wetterlage, dann hört es allmählich auf zu schneien.

Auch die Prognose für die kommende Woche ist eher winterlich mit Dauerfrost und Neuschnee im Süden und im Osten. Gebietsweise ist auch gefrierender Regen mit Glatteisbildung möglich.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen