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Zhang allein an Bord.
Zhang allein an Bord.(Foto: weibo/miffyscat)

Mitten in der Neujahrsreisewelle: Junge Chinesin genießt Alleinflug

Millionen Chinesen sind derzeit unterwegs, um das Neujahrsfest mit ihren Familien zu verbringen. Es herrschen Chaos und Überfüllung allerorten. Trotzdem hat eine junge Frau eine ganze Boeing für sich allein.

Diesen Flug wird eine junge Chinesin wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang nicht vergessen. Weil ihre Verbindung von Wuhan nach Guangzhou wegen starken Schneefalls zehn Stunden auf sich warten ließ, buchten alle anderen Passagiere auf frühere Maschinen um. Als die Maschine schließlich startete, war Mrs. Zhang der einzige Passagier an Bord.

In sozialen Netzwerken postete die junge Frau Fotos von den leeren Sitzreihen der Boeing der China Southern Airlines. Sie sei von der Besatzung während des eineinhalbstündigen Flugs wie eine "tuhao", also eine Neureiche behandelt worden, freute sich Zhang über ihren Privatflug. "Ich war so glücklich, das war wirklich eine besondere Erfahrung", sagte sie der BBC. Alle ihre Familienmitglieder fliegen über die Feiertage nach Hause, berichtete die Frau. Kaum jemand dürfte jedoch einen so außergewöhnlichen Flug gehabt haben wie sie.

"Was für eine großartige Art zu fliegen", kommentierte ein Benutzer der Plattform Weibo die Fotos. Andere fanden es von der Fluggesellschaft ziemlich "extravagant", mit nur einem Passagier zu fliegen. Einige sprachen von Verschwendung. Besonders teuer war das Ticket von Zhang wahrscheinlich nicht, ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft schätzt den Preis auf etwa 1200 Yuan, das sind umgerechnet circa 167 Euro. Zhang selbst konnte zu dem Preis nichts sagen, ihre Firma hatte das Ticket bezahlt.

Gigantische Passagierströme

Bei vielen anderen Chinesen, die mit dem Reisechaos zum chinesischen Neujahrsfest zu kämpfen hatten, sorgten ihre Schilderungen für erheblichen Neid. Jedes Jahr rund um das chinesische Neujahrsfest begibt sich halb China auf die Reise, um das Fest in der Familie feiern zu können - deshalb ist auch immer wieder von der größten Völkerwanderung weltweit die Rede.

In diesem Jahr sorgt ein heftiger Wintereinbruch für besonderes Chaos: Weil viele Züge ausfielen oder sich massiv verspäteten, saßen zehntausende Menschen in den vergangenen Tagen auf den Bahnhöfen fest.

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Quelle: n-tv.de

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