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Tragischer Tod: Eine Studentin kam an den Seven-Sisters-Kreidefelsen an der englischen Küste ums Leben.
Tragischer Tod: Eine Studentin kam an den Seven-Sisters-Kreidefelsen an der englischen Küste ums Leben.(Foto: AP)
Freitag, 13. Oktober 2017

Beim Hüpf-Foto abgerutscht: Junge Frau springt versehentlich in den Tod

Die weißen Seven-Sisters-Felsen am Ärmelkanal sind imposant und ein Touristenmagnet. Eine junge Studentin will dort ein spektakuläres Foto machen und posiert dafür gefährlich nah an der 60 Meter hohen Klippe - mit fatalen Folgen.

Hyewon Kim aus Südkorea kam nach Großbritannien, um Englisch zu lernen. Im Juni unternahm die 23-Jährige eine Reise nach Cuckmere Haven, East Sussex. Dort besuchte sie auch die berühmten Seven-Sisters-Klippen. Wie die BBC berichtet, sprach sie am Rand des 60 Meter hohen Felsen einen Fremden an und fragte ihn, ob er ein Foto von ihr machen könne, während sie in die Luft springt.

Das ging ein paar Sprünge lang gut, doch dann rutschte Kim ab und stürzte in die Tiefe. Laut Gerichtsmediziner Alan Craze erlitt die junge Frau dabei Verletzungen, die unmittelbar zu ihrem Tod führten. Dies sei ein sehr ergreifender und trauriger Fall. Er sprach Kims Familie sein tief empfundenes Mitgefühl aus. Bei der Untersuchung des Falles habe weder ein Familienangehöriger noch ein Botschaftsmitarbeiter teilgenommen.

"Es gibt insgesamt sechs Fotos, auf denen man sieht, dass sie sehr nahe am Rand des Felsen stand", zitiert die BBC der zuständigen Ermittler der Polizei in Sussex, Tod Stewart. "Sie sieht glücklich aus. Dann sprang sie erneut in die Luft und muss wohl mit einem Fuß die Klippe verfehlt und das Gleichgewicht verloren haben."

Dann stand nur noch die Tasche da

Ein Augenzeuge berichtet über den tragischen Vorfall gegenüber der "Daily Mail": "Ich sah sie da stehen, dann hörte ich einen Knall und an dem Ort, wo sie gestanden hatte, gab es nur noch eine Tasche."

Die örtliche Feuerwehr warnt nach dem Unglück: "Das war ein unglaublich trauriger Unfall, der zum Ende eines jungen Lebens führte. Wir können den Menschen nur dringend raten, weit genug von den Klippen entfernt zu bleiben. Am Tag vor diesem Vorfall hatten wir hier einen schweren Steinschlag, so dass einige dieser Klippen sehr instabil sein können", zitiert die BBC Mark Webb.

Mehr als 350.000 Menschen besuchen jedes Jahr die Klippen von Birling Gap und Seven Sisters. Sie sind zu beliebten Plätzen für Nervenkitzelsucher geworden und trotz vieler Schilder, die vor den Gefahren warnen, spazieren Touristen immer wieder am Rande der Klippen herum und fotografieren.

Quelle: n-tv.de

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