Panorama
Donnerstag, 15. Oktober 2015

Tinder-Chancen spürbar verbessert: Junge Männer punkten mit Ikea-Faktor

Keine Freundin und bei Tinder matcht es auch nicht. Ein Ausflug in ein großes schwedisches Möbelhaus bringt zwei Kumpels auf eine grandiose Idee. Bestens ausgeleuchtet posieren sie zwischen Pax, Billy und Köttbullar - und plötzlich stehen die Frauen Schlange.

Ein Wisch nach links bedeutet - och nee, ein Wisch nach rechts - da könnte was gehen. So funktioniert das bei Tinder, in Sekundenbruchteilen entscheiden sich Frauen oder Männer dafür oder dagegen. Die App ist voller peinlicher Bilder, Badebekleidung und freie Oberkörper sind keine Seltenheit.

Kevin Routson und seine Freunde trafen sich mit einem verheirateten Kumpel bei Ikea, um ihm bei einigen Besorgungen zu helfen. Doch während sie in der skandinavischen Wohnwelt unterwegs waren, kam ihnen eine grandiose Idee. Wie wäre es, wenn sie die Kulisse der nett eingerichteten Zimmer nutzen würden, um neue, andere und vor allem bessere Tinder-Profilfotos zu machen?

Routson sagte der Webseite Elitedaily, einer seiner Kumpel, Theary Orn, habe sich in der Vergangenheit immer wieder darüber beschwert, dass er bei Tinder nicht sehr viel Erfolg habe. Ihn habe das nicht gewundert, denn Orns Fotos seien entweder uralt oder von schlechter Qualität gewesen. Also begannen sie an allen Orten in dem Möbelhaus zu posieren.

Handybilder mit Preisschildern

Eine professionelle Kamera hatten sie nicht dabei, die Handykamera musste reichen. Doch das Licht  bei Ikea erwies sich als perfekt. In der folgenden Woche veröffentlichte Routson die Fotos auf Imgur, Twitter und Reddit. Danach konnten sich die Freunde schon kaum noch vor Anfragen retten.

Auf den Fotos ist deutlich zu sehen, dass sie in einem Möbelhaus aufgenommen wurden. Überall leuchten die typischen Werbebanner und Preisschilder. Trotzdem sitzen die jungen Männer dort am Schreibtisch oder im Sessel, als wären sie zuhause. Einer tut so, als würde er am Tisch etwas trinken, ein anderer, als würde er in der Dekoküche etwas kochen. Die einzelnen Fotos hat Routson ironisch betitelt, etwa "Lesen ist die Essenz des Wissens, und Wissen ist die Essenz vieler in Leder gebundener Bücher".

Nach den zahlreichen eindeutigen Angeboten, die seine Freunde und er aus der Damenwelt bekommen haben, sei es fast nicht mehr nötig gewesen, die Tinder-Bilder zu ändern, meinte Routson. Er ist inzwischen sicher, dass ein wenig Ikea-Styling auch zu anderen passen könne. "Ich denke, eine Menge der Ikea-Szenarien würden auch für Frauen funktionieren. Als Kerl mag ich es auch, Organisation und Ordnung zu sehen." Es sieht ganz danach aus, als gäbe es demnächst eine Menge Handyfotos aus dem Möbelhaus bei Tinder zu sehen.

Quelle: n-tv.de

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