Panorama

Gefährliche Mutprobe: Junge nach Zimt-Spiel im Koma

Mit weihnachtlichen Keksen hat das Zimt-Spiel nichts zu tun - hier geht es darum, einen Löffel Zimt ohne Flüssigkeit runterzubekommen. Ein gefährlicher Trend, denn Zimt kann in hohen Dosen zum Ersticken führen. Ein Teenager fiel nun nach einem Versuch ins Koma.

Bei leichtsinnigen Wettbewerben kann das ansonsten harmlose Gewürz gefährlich werden.
Bei leichtsinnigen Wettbewerben kann das ansonsten harmlose Gewürz gefährlich werden.(Foto: imago/Westend61)

Ein 13-Jähriger in den Niederlanden soll fünf Tage lang im Koma gelegen haben, nachdem er am sogenannten Zimt-Spiel teilnahm. Germain aus Hilversum bei Amsterdam habe ohne Flüssigkeit einen Teelöffel Zimt geschluckt, sagte der behandelnde Arzt dem niederländischen Radio.

Akuter Sauerstoffmangel habe ihn ins Koma fallen lassen, aus dem er nun aber aufgewacht sei. "Es war ein großer Alptraum", sagte die Stiefmutter des Jungen im Radio. Zum Zustand des Jungen sagte der Arzt Bert Arets nichts Genaueres. "Aber Germain hat mich gebeten, zwei Worte zu sagen: 'Nicht machen!'"

Im Internet kursieren seit 2010 Videos vor allem aus den USA, in denen Jugendliche an der "Cinnamon-Challenge" teilnehmen. Der irrsinnige Wettbewerb an sich fasziniert die Teenager schon länger: Etwa seit dem Jahr 2007 müssen vor allem in den USA jährlich zahlreiche Teilnehmer notfallmedizinisch versorgt werden, nachdem sie am Zimt-Spiel teilgenommen haben. Todesfälle sind bisher nicht bekannt.

Da der Zimt der Mundhöhle augenblicklich das Wasser entzieht, ist nicht nur das Schlucken stark erschwert - hierin besteht dann auch die Challenge. Viel trockenen Zimt zu schlucken kann zudem schwere Atemstörungen und Ersticken zur Folge haben.

Quelle: n-tv.de

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