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(Foto: dpa)

Pferdefleisch an Nestlé geliefert: Justiz ermittelt gegen Schypke

Die Lieferungen von Pferdefleisch von einer deutschen Firma an den Lebensmittelkonzern Nestlé werden nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft. Die Grünen kritisieren unterdessen, dass Steuermittel in Massentierhaltung fließt, anstatt dass damit Qualität gefördert wird.

Im Pferdefleisch-Skandal ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen das niedersächsische Fleischunternehmen Schypke. Es bestehe Verdacht auf Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetz. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé hatte nicht deklarierte Anteile von Pferdefleisch in seinen Produkten entdeckt und die Firma Schypke als Zulieferer genannt.

"Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen, wir produzieren weiter", sagte Schypke-Vertriebschef Manfred Diekmann. Das Unternehmen tue alles in seinen Kräften stehende, um in der Lieferkette die Verantwortlichen für falsch deklarierte Ware zu ermitteln.

Die Grünen fordern weiterhin politische Konsequenzen aus dem Skandal. "Wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir auf Qualität setzen, dass wir Steuergelder und Subventionen ausgeben für regionale, für qualitativ gute Produkte und nicht noch Massentierhaltung aus Steuergeldern finanzieren", sagte die Fraktionsvorsitzende Renate Künast bei n-tv. Auch die Kunden seien gefordert: "Ich habe den Wunsch, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mehr auf Qualität achten und mit dem Einkaufskorb Politik machen", so Künast bei n-tv weiter.

Dabei gehe es nicht um die Qualität bei hochpreisigen Lebensmitteln: "Der Handel und auch Teile der Politik müssen lernen, dass die Kunden tatsächlich Qualität wollen, auch im preiswerten Segment. Wir haben ein Anrecht darauf, gesunde und fair hergestellte Lebensmittel zu finden."

Quelle: n-tv.de

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