Immer gescheitertKampusch versuchte Flucht
Vor ihrer Flucht aus einem Kellerverlies in Niederösterreich hat Natascha Kampusch drei Mal versucht, ihrem Entführer zu entkommen.
Vor ihrer Flucht aus einem Kellerverlies in Niederösterreich hat Natascha Kampusch drei Mal versucht, ihrem Entführer Wolfgang Priklopil zu entkommen. Dies gehe aus den Ermittlungergebnissen des Bundeskriminalamts hervor, zitierte die Nachrichtenagentur APA den zuständigen Oberstaatsanwwalt Thomas Mühlbacher. Einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Profil", wonach Kampusch zwei Mal geflohen, aber immer freiwillig zu ihrem Peiniger zurückgekehrt sein soll, wies Mühlbacher zurück: "Es gibt keinen Anhaltspunkt darauf, dass man sagt, sie hat sich eines Besseren besonnen. Das gibt es sicher nicht", erklärte er.
"Es gibt drei Vorfälle, die man als Fluchtversuche bezeichnen kann", sagte Mühlbacher weiter. So soll Kampusch bei einem Skiausflug auf einer Toilette versucht haben, eine Holländerin auf sich aufmerksam zu machen. Jedoch habe diese Kampusch nicht verstanden. In Wien habe die heute 21-Jährige versucht, aus einer Wohnung zu fliehen. Dies sei aber nach wenigen Metern gescheitert: "Priklopil hat es bemerkt und sie hat abbrechen müssen." Das dritte Mal wollte Kampusch aus Priklopils Haus in Strasshof entkommen. Dabei habe sie es aber wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes nur bis zum Gartenzaun geschafft. "Der Versuch ist gescheitert, weil sie nicht mehr konnte."
Kampuschs Rechtsvertreter, Gerald Ganzger, bestätigte die Schilderungen des Oberstaatsanwalts: "Das sind Fluchtversuche, die gescheitert sind." Er dementierte ebenfalls, dass seine Mandantin nach einer Flucht aus freien Stücken zu Priklopil zurückgekehrt sein soll.