Abkürzung durch Great Barrier ReefKapitän muss zahlen
Vermutlich dauert es Jahrzehnte, bis sich das Great Barrier Reef von dem katastrophalen Schiffsunglück am Osterwochenende wieder erholt. Nun müssen ein anderer Kapitän und zwei Besatzungsmitglieder Strafe zahlen, weil sie mit ihrem Frachter eine verbotene Route durch das Korallenriff genommen haben.
Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Schiffsunglück am Great Barrier Reef ist der Kapitän eines anderen Frachters wegen einer Gefährdung des geschützten Korallenriffs verurteilt worden. Der südkoreanische Kapitän der unter der Flagge Panamas fahrenden "Mimosa" sowie zwei vietnamesische Besatzungsmitglieder wurden nach Behördenangaben von einem Gericht in Townsville im Bundesstaat Queensland zu einer Geldstrafe von je 70.000 australischen Dollar, umgerechnet 48.000 Euro, verurteilt. Die in der vergangenen Woche festgenommenen Seeleute hatten mit ihrem Frachter eine verbotene Route durch das Great Barrier Reef genommen.
Am Ostersamstag war der chinesische Frachter "Shen Neng 1" mit 68.000 Tonnen Kohle und 1000 Tonnen Schweröl an Bord am Great Barrier Reef in eine Untiefe geraten und drohte auseinanderzubrechen. Zwar konnte das Schiff am Montag freigeschleppt werden, doch richtete es in dem Weltnaturerbe erheblichen Schaden an.
Der Kapitän sowie der wachhabende Offizier des havarierten Frachters waren festgenommen worden, wurden am Donnerstag gegen Kaution allerdings auf freien Fuß gesetzt. Experten rechnen damit, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis sich das sensible Ökosystem wieder erholt hat.