Panorama

Umfrage unter JugendlichenKeine "Ossis" und "Wessis" mehr

25.10.2009, 16:01 Uhr

Eine große Mehrheit der Jugendlichen fühlen sich laut einer Umfrage als "gesamtdeutsch". Für 80 Prozent der 14- bis 19-Jährigen spielt die Herkunft keine Rolle mehr.

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Schüler aus Eisfeld (Thüringen) und Schweinfurt (Bayern) besuchen gemeinsam das Freilandmuseum Behrungen bei Meiningen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Jugendliche fühlen sich laut einer Umfrage nicht mehr als "Ossis" oder "Wessis", sondern als "gesamtdeutsch". Für 80 Prozent der 14- bis 19-Jährigen spielt die Herkunft keine Rolle mehr, ergab die Erhebung im Auftrag der "Welt am Sonntag". Als West- oder Ostdeutsche sehen sich nur 11 Prozent.

Bei den 20- bis 29-Jährigen sagen 64 Prozent, dass sie deutsch sind. 24 Prozent halten sich für ost- beziehungsweise westdeutsch. Damit unterscheidet sich die junge deutlich von der älteren Generation. Der Anteil derer, die sich als west- oder ostdeutsch definieren, steigt unter den ab 1960 Geborenen mit dem Alter stetig an. Erst bei den über 59-Jährigen fällt der Prozentsatz wieder.

Die Wiedervereinigung wird besonders von Jugendlichen und jungen Erwachsenen begrüßt. Unter den 14- bis 19-Jährigen sehen 49 Prozent die deutsche Einheit positiv. Bei den 50- bis 59-Jährigen haben nur 35 Prozent eine positive Meinung von der Einheit.

Bei der repräsentativen Erhebung befragte das Marktforschungsunternehmen GfK rund 1400 Menschen.

Quelle: dpa