Panorama

Auslieferungsverfahren wird verschobenKim Dotcom bleibt in Neuseeland

10.07.2012, 04:51 Uhr
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(Foto: Reuters)

Der Gründer des Downloadportals "Megaupload", Kim Dotcom, wird in den kommenden Monaten nicht in die USA ausgeliefert. Die Anhörung zu dem Verfahren wird auf März 2013 verschoben. So lange darf er bei seiner Familie in Auckland bleiben.

Die Anhörung zum US-Auslieferungsantrag gegen den in Neuseeland lebenden deutschen Gründer der inzwischen gesperrten Online-Tauschplattform Megaupload, Kim Dotcom alias Kim Schmitz, ist auf das kommende Jahr verschoben worden. Nach neuseeländischen Medienberichten wird ein Termin Ende März 2013 angepeilt. Eigentlich sollte das Anhörungsverfahren im August beginnen. Der Grund für die Verschiebung seien juristische Streitfragen.

Der Millionär darf sich bei seiner Familie in seinem Haus nördlich von Auckland aufhalten. Nach seiner Festnahme im Januar war er vier Wochen im Gefängnis, ehe er gegen Zahlung einer Kaution unter strengen Auflagen freigelassen wurde.

Die US-Behörden werfen Schmitz und seinen Mitarbeitern vor, Copyright-Besitzer in großem Stil um ihre Einkünfte gebracht zu haben. Megaupload sei einer der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Musik und Filmen gewesen. Den Rechteinhabern sei eine halbe Milliarde Dollar Schaden entstanden.

Schmitz weist die Vorwürfe zurück und wehrt sich gegen die Auslieferung. Bei der Festnahme waren Konten und Wertgegenstände im mehrstelligen Millionenbereich sichergestellt worden.

Quelle: ntv.de, dpa