Landmine explodiert in AfghanistanKinder sterben beim Holzsammeln
Sie ziehen aus, um Brennmaterial aufzutreiben. Denn der Winter hält in Afghanistan Einzug und in dem bitterarmen Land ist ein warmer Ort für viele Menschen Mangelware. Doch dann suchen die Kinder ausgerechnet dort, wo die Sowjets vor Jahrzehnten ihre Minen vergruben.
Durch die Explosion einer Landmine sind in Afghanistan mindestens zehn Mädchen getötet und ein Junge verletzt worden. Die Kinder im Alter von neun bis elf Jahren starben beim Sammeln von Brennholz in der östlichen Provinz Nanagahar, wie der Bezirkschef von Tschaparhar, Mohammed Sedik Daulazai, AFP sagte.
Eines der Mädchen habe zufällig mit einer Axt auf die Mine geschlagen. Die Landmine stamme noch aus den Zeiten des sowjetischen Afghanistan-Feldzugs in den 1980er Jahren, sagte Daulazai.
Seit dem Rückzug der Sowjettruppen 1989 wurden in Afghanistan nach UN-Angaben fast 700.000 Minen und 15 Millionen weitere Explosivkörper zerstört. Trotz der internationalen Bemühungen um eine Säuberung gilt Afghanistan weiter als eines der am stärksten von Minen verseuchten Länder weltweit.