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Jack Pinto wurde als eines der ersten Kinder beigesetzt.
Jack Pinto wurde als eines der ersten Kinder beigesetzt.

"Jack, ich werde dich vermissen": Kinderbrief erschüttert die USA

Es ist nur ein kurzer Brief in ungelenker Kinderschrift. Doch die Worte von John, dem besten Freund von Jack Pinto, treffen die Menschen ins Herz. Jack ist eines der Opfer des Amoklaufs von Newtown. Seine Worte lassen ahnen, wie tief der Schmerz ist.

Nach dem Amoklauf von Newtown wühlt ein berührender Brief an einen der 20 getöteten Grundschüler die Internetgemeinde auf.

"Jack, du bist mein bester Freund", schreibt John, ein Freund des sechs Jahre alten Opfers Jack Pinto, darin mit krakeliger Kinderschrift. "Wir hatten Spaß zusammen. Ich werde dich vermissen. Ich werde mit dir in meinen Gebeten sprechen. Ich hab dich lieb, Jack. Alles Liebe, John".

Johns Brief an Jack.
Johns Brief an Jack.(Foto: "USA Today" / Yamiche Alcindor)

John fügte noch zwei Fotos an, auf denen die beiden Kinder zusammen zu sehen sind. Eine Journalistin der Tageszeitung "USA Today" hatte den Brief am Montag bei der Trauerfeier für Jack fotografiert und das Bild im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlicht. Von dort verbreitete es sich rasant in den sozialen Netzwerken.

Der 20-jährige Amokläufer Adam Lanza hatte am Freitag 20 Schüler der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut sowie sechs Erwachsene ermordet. Zuvor hatte er zu Hause seine Mutter getötet. Nach dem Amoklauf nahm er sich das Leben.

Abschied und Suche nach Normalität

In Newtown wurden am Dienstag zwei weitere Sechsjährige zu Grabe getragen, die kleine Jessica und ihr Schulkamerad James. Bereits am Montag waren zwei gleichaltrige Jungen beerdigt worden. Hunderte Trauergäste folgten den Toten. Kameras waren nicht zugelassen. "Wenn man diese kleinen Särge sieht, bricht es einem das Herz", sagte der Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy.

Die Sandy Hook Elementary School blieb weiter geschlossen. Das Gebäude ist noch immer abgesperrt, Ermittler setzten ihre Spurensuche am Tatort fort. Für die Überlebenden des Massakers sollte Ende der Woche in einem Ersatzgebäude in der Nähe von Newtown der Unterricht wieder beginnen. Die übrigen Schulen in der Stadt öffneten dagegen wieder. Polizisten sicherten die Schulgebäude. "So schwer es ist, wir müssen weitermachen", zitierte der Sender MSNBC eine Lehrerin an einer High School.

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Quelle: n-tv.de

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