Panorama

Etan starb vor 33 JahrenKindermörder gesteht Tat

25.05.2012, 03:27 Uhr
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Das Verschwinden von Etan Patz im Mai 1979 bewegt die ganze Welt. Wer hat den Sechsjährigen auf dem Weg zum Schulbus in New York entführt? Weltweite Fahndung, sein Foto auf Milchtüten - nichts hilft. Nun, 33 Jahre später, gesteht ein Mann aus New Jersey, dass er Etan erwürgt hat.

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Etan Patz verschwand vor 33 Jahren. (Foto: picture alliance / dpa)

Gut 33 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz in Manhattan hofft die Polizei, den Fall endlich aufklären zu können. New Yorks Polizeikommissar Raymond Kelly gab bekannt: "Eine Person, die jetzt hinter Gittern sitzt, hat sich bei der Vernehmung durch Detektive mit dem Verschwinden und Tod von Etan Patz in Verbindung gebracht." Pedro H. gestand, dass er den damals sechsjährigen Patz auf dem Weg zur Schule in den Keller eines Gemüseladens im Stadtteil Manhattan lockte. Dort erdrosselte er das Kind und warf die Leiche in einem Plastiksack in den Müll.

H., ein nicht vorbestrafter US-Bürger Vater einer Tochter im Teenageralter führte die Polizei nach seinem Geständnis laut Kelly an den Tatort, in dem sich heute ein Brillengeschäft befindet.

Die "New York Times" berichtete, dass der Mann in Camden im US-Bundesstaat New Jersey, gut zwei Autostunden südwestlich von Manhattan, gefasst worden sei. Camden ist eine der ärmsten Städte der USA und bekannt für ihre hohe Kriminalitätsrate. Der Tatverdächtige sei schon früher von der Polizei vernommen worden, schrieb die "New York Times".

Neue Suchoffensive erst kürzlich

Der blonde Junge Etan hatte im Mai 1979 den Fußweg von seiner Wohnung im Galerienviertel Soho zum Schulbus erstmals allein zurücklegen dürfen. Er kam nie an der Haltestelle an. Sein Fall galt vielen Eltern in den USA als Warnung, ihre Kinder nicht allein auf die Straße zu lassen.

Nach zahllosen Spuren, die im Sande verliefen, hatte die US-Bundespolizei FBI vor kurzem überraschend eine neue Suchaktion gestartet. Doch auch diese Fahndung wurde zunächst als ergebnislos abgeschlossen: Bei der Suche im Keller eines Mietshauses ganz in der Nähe von Etans Eltern wurden keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen gefunden. Von dem Einsatz mit Presslufthämmern und Schaufeln hatte sich die Polizei Kleiderreste, Blutspuren oder gar Leichenteile des Jungen erhofft.

Das Verschwinden des kleinen Etan Patz hatte vor drei Jahrzehnten eine weltweite Suchaktion ausgelöst. In den USA wurde sein Bild sogar auf Milchkartons gedruckt. 2001 hatte ein Richter in New York Etan für tot erklärt. Grund für die neue Suchaktion war das Versprechen des Oberstaatsanwaltes von Manhattan, Cyrus Vance Junior, die Suche nach vermissten Kindern auch Jahre später noch weiterzuverfolgen.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP