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James Holmes besuchte vor seinem Amoklauf eine Psychiaterin. Sie warnte laut Medienberichten schon Wochen vor der Tat vor dem 24-Jährigen.
James Holmes besuchte vor seinem Amoklauf eine Psychiaterin. Sie warnte laut Medienberichten schon Wochen vor der Tat vor dem 24-Jährigen.(Foto: REUTERS)

Holmes steht vor Schuldbekenntnis: Kinoschütze will nicht sterben

Hat James Holmes eiskalt gehandelt oder ist der Kinoschütze von Aurora geisteskrank? Der Prozess gegen den 25-Jährigen soll im August beginnen. Jetzt wird die Strategie der Verteidiger offensichtlich: Wenn sich Holmes schuldig bekennt, bleibt ihm wahrscheinlich die Todesstrafe erspart.

Der US-Amerikaner James Holmes, der in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado zwölf Menschen erschossen haben soll, will sich schuldig bekennen, um einer möglichen Todesstrafe zu entgehen. Das berichtete der TV-Sender Denver News 9. Allerdings habe die Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden, ob sie auf die Forderung nach der Todesstrafe verzichten will. Die nächste Anhörung ist für kommenden Montag geplant. Das Hauptverfahren soll im August beginnen.

Dem mutmaßlichen Amokläufer wird vorgeworfen, am 20. Juli 2012 während einer "Batman"-Filmpremiere in einem Kino in der Stadt Aurora 12 Menschen erschossen und 58 verletzt zu haben. Er soll sich in 166 Anklagepunkten verantworten, allen voran Mord und versuchter Mord. Der heute 25-Jährige war direkt nach dem Amoklauf im Kino festgenommen worden. Strittig ist, ob Holmes zum Zeitpunkt der Tat geistig krank war, so dass er nicht für das Verbrechen bestraft werden kann.

Bisher haben es die Verteidiger offengelassen, ob sie auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren wollen. Die Staatsanwaltschaft hat bis zum 1. April Zeit zu entscheiden, ob sie die Todesstrafe beantragen will. Der Prozess soll am 5. August mit der Auswahl der Jury beginnen.

Quelle: n-tv.de

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