Panorama
Der Japaner Miki Nozawa kochte in internationalen Nobelrestaurants.
Der Japaner Miki Nozawa kochte in internationalen Nobelrestaurants.(Foto: dpa)

Weil die Nudeln nicht schmeckten: Koch totgeprügelt

Miki Nozawa galt als Spezialist für die japanisch-italienische Fusionsküche. Er bekochte Stars wie Phil Collins und Naomi Campbell. Bei einem Streit mit zwei unzufriedenen Gästen auf Sylt wird der Promi-Koch tödlich verletzt. Die Todesursache ist nun bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat Obduktionsergebnisse, die Aufschluss über die Todesursache eines auf Sylt totgeprügelten Kochs geben. Der japanische Imbissbetreiber Miki Nozawa ist demnach einer Gehirnblutung erlegen. Es könne derzeit aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, dass äußere Gewaltanwendung ursächlich für die Gehirnblutung gewesen sei. "Als Ursache kommen auch in der Person des Opfers liegende gesundheitliche Besonderheiten in Betracht."

Die Staatsanwaltschaft ordnete weitere Untersuchungen an, um die Ursache für die Gehirnblutung zu klären. Mit einem Ergebnis der Auswertung von Gewebeproben sei in einigen Tagen zu rechnen. "Wir hoffen, dann mehr zu wissen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Rüdiger Meienburg.

Gäste beschwerten sich über Essen

Am Tatort erinnert ein Foto an den Star-Koch.
Am Tatort erinnert ein Foto an den Star-Koch.(Foto: dpa)

Nach Angaben der Ermittler waren zwei 36 und 50 Jahre alte Handwerker mit dem Koch wegen seines Essens in Streit geraten. Nach Informationen der "Sylter Rundschau" forderten die beiden Handwerker ihr Geld zurück, weil ihnen das Essen des Kochs nicht schmeckte. Nach einem Bericht der "Bild" verschwanden sie, ohne zu bezahlen.

Nozawa habe die beiden Gäste später in der Nacht in einer Table-Dance-Bar wiedergetroffen. Dort sei der Streit eskaliert. Nozawa starb auf der Intensivstation eines Krankenhauses an den Folgen seiner Verletzungen. Gegen die beiden Männer wird wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Sie sind auf freiem Fuß.

Miki Nozawa verwöhnte unter anderem die Gäste im exklusiven "Billionaire" von Formel-1-Manager Flavio Briatore auf Sardinien. Auf Sylt betrieb der 57-Jährige den Asia-Imbiss "Nozawa", der zum Restaurant "Ständige Vertretung" des Promi-Gastronoms Andreas Bernert gehört.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen