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Der Drogenkrieg fordert zehntausende Tote in Kolumbien. Im Bild: beschlagnahmte Waffen.
Der Drogenkrieg fordert zehntausende Tote in Kolumbien. Im Bild: beschlagnahmte Waffen.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Morde, Schmuggel, Millionengewinne: "Kokain-Königin" erschossen

Als "Kokain-Königin" erlangt Griselda Blanco zweifelhafte Berühmtheit. Die Kolumbianerin schmuggelt im großen Stil Rauschgift in die USA und sammelt einen ungeheuren Reichtum an. Nun wird sie auf offener Straße erschossen.

Die berüchtigte kolumbianische Drogenbaronin Griselda Blanco ist erschossen worden. Zwei Männer auf einem Motorrad hätten in der Stadt Medellín auf die 69-Jährige gefeuert, als sie gerade eine Metzgerei verließ, teilte die Polizei mit. Blanco sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben.

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Die als "Kokain-Königin" bekanntgewordene Kolumbianerin hatte in den 1970er und 1980er Jahren als Erste im großen Stil in die USA geschmuggelt und war zu einer der reichsten Frauen der Welt aufgestiegen. Zwischenzeitlich soll sie einen Jahresumsatz von 40 Millionen US-Dollar erzielt haben.

Griselda Blanco wurde auch die "Großmutter des Kokains", "Patin" oder "Schwarze Witwe" genannt. Sie galt als eine der unbarmherzigsten Führungspersönlichkeiten des Medellín-Kartells in den USA. So soll sie dutzende, teilweise bestialische Morde in Auftrag gegeben haben, unter anderem an verflossenen Liebhabern oder jüngeren Frauen.

1985 wurde Blanco in den USA festgenommen und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Sie wurde nach ihrer Freilassung 2004 abgeschoben und lebte seither zurückgezogen in Kolumbien.

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Quelle: n-tv.de

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