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Zerbröckelnder Touristenmagnet: das Kolosseum in Rom muss saniert werden, jetzt soll es endlich losgehen.
Zerbröckelnder Touristenmagnet: das Kolosseum in Rom muss saniert werden, jetzt soll es endlich losgehen.(Foto: dpa)

Das Bröckeln soll ein Ende haben: Kolosseum wird endlich saniert

Seit Jahren wird darüber gesprochen, nun soll es wahr werden: Am stark verwitterten und verschmutzten Kolosseum in Rom kann die seit Langem geplante Restaurierung endlich beginnen. Während der dreijährigen Bauarbeiten sollen Besucher trotzdem Zugang haben.

Das Kolosseum in Rom, eines der berühmtesten Bauwerke der Antike, wird für 25 Millionen Euro umfassend saniert. Kulturminister Lorenzo Ornaghi, Bürgermeister Gianni Alemanno und der Schuh-Fabrikant Diego Della Valle als Geldgeber stellten das auf drei Jahre angelegte Bauprogramm vor. Auch während der Bauarbeiten sollen die Besucher Roms, die unter anderem durch Ridley Scotts Monumentalfilm "Gladiator" (2000) in die antike Arena gelockt werden, Zugang zum Kolosseum behalten.

Das im Jahre 80 in den Glanzzeiten des antiken Roms fertiggestellte Kolosseum mit seinen Maximalausdehnungen von 188 Metern Länge und 156 Meter Breite bei 48,50 Meter Höhe ist vom allmählichen Zerfall bedroht. Herunterfallende Gesteinsbrocken führten regelmäßig zu Debatten über Gefahren für die Besucher. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie sackte ein Teil des Gebäudes um 40 Zentimeter ab.

Tod's gibt Geld

Das Luxus-Modehaus Tod's erklärte sich bereit, die Renovierung zu finanzieren, die im Dezember beginnen und bis zur Jahresmitte 2015 dauern soll. Am 27. Juli erfolgte die Zuteilung des ersten Bauabschnitts für 8,3 Millionen Euro.

Geplant sind die Renovierung der von Fahrzeugabgasen geschwärzten Fassade, die Ausbesserung von Bruchstellen, die Beseitigung von Metallgittern im Erdgeschoss, die Einrichtung eines Besucherzentrums und die Sanierung des Innenraums. Die zur Besichtigung freigegebenen Flächen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten um ein Viertel vergrößert werden. Das Gebäude wird für 915 Tage eingerüstet.

Die Zukunft Italiens hänge von der Ausnutzung der "Schönheit seiner Monumente" ab, sagte Tod's-Chef Diego Della Valle, der auch von der "sozialen Verantwortung der Unternehmen" sprach. Er hoffe, dass andere italienische Unternehmen dem Beispiel folgten. Seit der Jahrhundertwende stieg die Zahl der Besucher des Kolosseums von einer Million auf sechs Millionen im Jahr.

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Quelle: n-tv.de

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