Panorama

Nach der SchimpftiradeKommt König Kurt auf die Bühne?

23.10.2012, 15:24 Uhr
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Kurt Beck schlug selbst einen Auftritt der Band "Wir sind Spitze" in Mainz vor. Nur vom Mitsingen sagte er bisher nichts. (Foto: picture alliance / dpa)

"Können Sie mal das Maul halten, einfach das Maul halten." Mit diesem Angriff auf einen Passanten vor laufender Kamera sorgt der Noch-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Beck wieder einmal mit einer Schimpftirade für Aufsehen. Aus seinem Satz ist mittlerweile ein Schlagersong geworden – den König Kurt womöglich bald selbst zum Besten gibt.

Nach dem Wutausbruch des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck in München schlägt die Partyband "Wir sind Spitze!" ein gemeinsames Konzert vor. Der Regierungschef solle live auf der Bühne mitschimpfen, hieß es in einem Brief der Niederländer, aus dem die "Rhein-Zeitung" zitierte. "Wir sind Spitze featuring Kurt Beck. Das würde mit Sicherheit die Aufmerksamkeit erhöhen, ganz im Sinne unseres gemeinsamen Anliegens, elternlosen Kindern in Ihrem Partnerland Ruanda zu helfen."

Die Band hatte auf Becks Schimpftirade hin ein Schunkellied mit dem Titel "Könn' Sie mal's Maul halten?" komponiert. Der 63-Jährige Sozialdemokraen Regierungssprecherin Monika Fuhr bestätigte den Eingang des Antwortschreibens der Band. Auf die Frage, ob Beck mit auf die Bühne wolle, sagte sie nur: "Wir reden erst mal mit der Band und schlagen ihr schöne Veranstaltungsorte vor."

Beck für Schimpftiraden bekannt

Ein Passant hatte Beck am Rande der Feier zur Deutschen Einheit in München " "Die Bayern bezahlen den Nürburgring und den Betzenberg." Beck entgegnete genervt: "Können Sie mal das Maul halten einen Moment, einfach das Maul halten, wenn ich ein Interview mache?" Er fügte hinzu: "Sie sind nicht ehrlich, Sie sind dumm."

Im Internet verbreitete sich der Videoschnipsel rasend – wohl auch, weil Beck schon vor diesem Zwischenfall für seine Schimpftiraden bekannt war. So sagte er 2006 zu einem Obdachlosen, der ihn auf einem Weihnachtsmarkt wegen der Hartz-IV-Gesetze kritisierte: "Wenn Sie sich waschen und rasieren, haben Sie in drei Wochen einen Job."

Quelle: ntv.de, ieh/dpa