Panorama

Unoriginelle Idee: Krach um "Wellywood"

Hier drehte Peter Jackson unter anderem "King Kong".
Hier drehte Peter Jackson unter anderem "King Kong".(Foto: Anthony Phelps)

Wie in Hollywood will das neuseeländische Wellington Besucher demnächst als Filmstadt begrüßen - mit einem riesigen "Wellywood"-Schild in den Bergen am Stadtrand. Die Neuseeland plant "Wellywood" stoßen aber auf großen Widerstand.

Neuseelands Filmindustrie boome wegen ihrer Kreativität, sagte Unternehmer Jack Yan. Die Kalifornier zu kopieren, sei nicht gerade originell. 100 demonstrierende Autofahrer fuhren im Schritttempo um die Flughafenterminals, um den Verkehr zu stören und ihrem Protest Luft zu machen. Ihr Frust richtet sich gegen die Flughafengesellschaft. Sie will das Schild vor dem Rugby-Weltcup im September installieren - auf einem Stück Land unweit der Startbahn.

Die Buchstaben sollen acht Meter hoch werden, der Schriftzug 30 Meter lang. Der Flughafen sieht darin eine gute Reklame für die Stadt. "Das Wellywood-Schild ist eine klare Botschaft, dass man Wellington mit seiner wichtigen Filmindustrie unbedingt besuchen muss", sagte Flughafendirektor Steve Fitzgerald. In der Nähe des Flughafens liegen auch die Studios von Sir Peter Jackson, der die Oscar-gekrönte Trilogie "Herr der Ringe" verfilmt hat.

Mehr als 18.000 Gegner registrierten ihren Protest auf der Facebook-Seite "Wellingtonians Against the Wellywood Sign". "Vielleicht sollte der Flughafen seine Unterstützung für die Filmindustrie lieber zeigen, in dem er die paar hunderttausend Dollar in ein Filmprojekt investiert", schrieb etwa Tim Wells. "Wellington war für mich immer die stilvollste Stadt Neuseelands. Das Schild ist aber billig und geschmacklos", meinte Patricia Bucelis. Eine Facebook-Gruppe für das Projekt zählte am Abend knapp 10.000 Fans.

Auch die Filmindustrie selbst sei nicht begeistert, berichtete die "Dominion Post". "Alle Leute, die ich kenne, zucken nur zusammen und sagen: Wir sind ziemlich kreativ hier - unseren Erfolg auf so unoriginelle Weise herauszustellen, ist ein Schlag ins Gesicht", zitierte die Zeitung einen Insider.

Quelle: n-tv.de

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