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Bei welchem Paketzusteller der Betrüger arbeitete, ist nicht bekannt.
Bei welchem Paketzusteller der Betrüger arbeitete, ist nicht bekannt.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 22. Dezember 2016

Lieferungen auf Kosten anderer: Krimineller Paketbote zweigt Päckchen ab

Wer als Paketzusteller arbeitet, lernt allerhand Namen kennen. Ein Bote aus Hessen nutzt die Identität anderer, um heimlich Pakete auf Kosten anderer zu bestellen. Die Polizei erwischt ihn "auf frischer Tat".

Ein Paketbote aus Hessen hat offenbar mehrere Wochen lang beim Ausliefern Pakete für sich abgezweigt. Nun ist er mit seiner Masche aufgeflogen. Dem Mann werde vorgeworfen, im Internet Pakete auf den Nachnamen und mit der Adresse von Menschen bestellt zu haben, deren Wohnort auf seiner Route lagen, berichtete die Polizei Bad Hersfeld.

Der 24-Jährige soll dann erfundene Vornamen hinzugefügt haben, um seine Pakete von anderen unterscheiden zu können. Die so adressierten Pakete behielt er. Der Paketbote soll mit dieser Taktik vor allem Kleidung für sich per Rechnung bestellt haben, berichtete "Spiegel Online".

Nachdem zahlreiche Onlinehändler Anzeigen gegen nicht existierende Personen gestellt hatten, ermittelte die Polizei wegen Warenkreditbetrügereien. Sie ertappte den Paketzusteller am Montag auf frischer Tat, wie die Behörde mitteilte.

Den Beamten gegenüber gab er daraufhin zu, Waren in Wert von mehr als 4500 Euro abgezweigt zu haben. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden die vermissten Pakete dem Bericht zufolge gefunden. Der Bote arbeite erst seit wenigen Monaten bei dem Paketzusteller und befand sich noch in der Probezeit. Aufgrund des Vorfalls wurde er entlassen.

Quelle: n-tv.de

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