Ruhrgebiet als KulturgebietKulturhauptstadtjahr eingeläutet
Zum Beginn des Kulturhauptstadtjahres im Ruhrgebiet haben am Freitagabend hunderte christliche Kirchen in der Region ihre Glocken läuten lassen.
Zum Beginn des Kulturhauptstadtjahres im Ruhrgebiet haben am Freitagabend hunderte christliche Kirchen in der Region ihre Glocken läuten lassen. In einer Zeit voll Hektik und Materialismus suchten Menschen verstärkt nach einem Gegengewicht, sagte der Präses der evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, bei einem ökumenischen Gottesdienst im Essener Dom. Das sei für viele die Spiritualität oder auch die Kunst. Neben Essen mit dem Ruhrgebiet sind in diesem Jahr die ungarische Stadt Pécs und die türkische Metropole Istanbul Kulturhauptstädte Europas.
Während das Jahr in Deutschland am 09. Januar offiziell eröffnet wird, wird in Ungarn erst am 10. Januar und in Istanbul am 16. Januar die Eröffnung gefeiert. Im Ruhrgebiet beteiligen sich die christlichen Kirchen stark am Programm - unter anderem mit einem Pop-Oratorium "Die zehn Gebote" und einer Reihe von Orgelkonzerten in vielen Kirchen.
Katholische und evangelische Christen schickten bei dem Gottesdienst am Freitag ein gemeinsames Kulturhauptstadtkreuz auf die Reise durch die 53 Teilnehmerkommunen des Ruhrgebiets. Das von einem Benediktinermönch aus dem Sauerland gefertigte Kreuz soll auch in die Kulturhauptstädte der nächsten Jahren - Tallinn (Estland) und Turku (Finnland) - getragen werden.