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Erste Infektion in Deutschland: Lassa-Patienten geht es "sehr schlecht"

In einem Bestattungsinstitut kommt ein Mitarbeiter in Kontakt mit der Leiche eines Lassa-Patienten und steckt sich selber an. Seine Ärzte sprechen von der weltweit ersten Infektion außerhalb Afrikas. Der Zustand des Mannes sei "sehr schlecht".

Der Frankfurter Lassa-Patient ist nach Auskunft seiner Ärzte rechtzeitig ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Spezialisten der Uniklinik Frankfurt bezeichneten seinen Zustand auf einer Pressekonferenz zwar als "sehr schlecht". Sie zeigten sich dennoch optimistisch, dass der Mann geheilt wird.

Es sei weltweit der erste Fall einer Ansteckung außerhalb von Afrika, sagte René Gottschalk, der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts. Der genaue Übertragungsweg sei aber noch nicht geklärt.

In der Nacht zum Mittwoch war der Mann aus Alzey in Rheinland-Pfalz auf die Isolierstation der Uniklinik gebracht worden. "Er zeigt alle Zeichen einer schweren Virusinfektion", sagte der behandelnde Oberarzt, Timo Wolf. Da der Mann, von dem die Mediziner weder das Alter noch andere Informationen bekanntgaben, in einem sehr frühen Stadium nach Frankfurt gekommen sei, bestünden gute Heilungsaussichten.

Gemeinsamkeiten von Dengue, Ebola und Lassa

Der Mann ist Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts. Er hatte Kontakt mit der Leiche eines Ende Februar in der Kölner Uniklinik gestorbenen Lassa-Patienten aus Togo. Nach Angaben des Klinikums wird er mit dem Medikament Ribavirin behandelt. Die Uniklinik verfügt über eine Spezial-Isolierstation, auf der bereits 2006 ein Lassa-Patient und 2014 ein an Ebola erkrankter Patient erfolgreich behandelt worden waren.

Bislang gab es nur sehr wenige Lassa-Fälle in Deutschland, die alle eingeschleppt worden waren. Am 26. Februar war in Köln ein US-Bürger gestorben, der in Togo als Krankenpfleger gearbeitet hatte. Erst mehrere Tage nach seinem Tod wurde eine Lassa-Virus-Infektion festgestellt.

Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Die Erreger können Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, später sind Hautblutungen, Durchfall und Erbrechen möglich.

Quelle: n-tv.de

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