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Rettungskräfte suchen in dem Unglücksgebiet nach Überlebenden.
Rettungskräfte suchen in dem Unglücksgebiet nach Überlebenden.(Foto: dpa)
Montag, 13. Februar 2017

Unglück in französischen Alpen: Lawine reißt vier Menschen in den Tod

Lawinen-Unglück in Frankreich: In der Nähe von Tignes werden mehrere Menschen von den Schneemassen verschüttet. Anscheinend waren sie abseits der offiziellen Pisten unterwegs.

Beim bisher schlimmsten Lawinenunglück dieses Winters in Frankreich sind drei Touristen und ihr erfahrener Skilehrer ums Leben gekommen. Eine etwa 400 Meter breite Lawine riss die Gruppe bei Tignes in der Alpen-Region Savoyen mit. "Wir haben guten Grund zu denken, dass es keine weiteren Opfer gibt", sagte der Unterpräfekt aus Albertville, Nicolas Martrenchard. Die Lawine sei gewaltig gewesen.

Die Opfer sind der 59 Jahre alte Skilehrer, ein 48 Jahre alter Familienvater, sein 15-jähriger Sohn und dessen 19 Jahre alter Halbbruder. Der Lehrer habe die ganze Gruppe mit Lawinen-Detektoren ausgestattet. Die Hilfe sei aber zu spät gekommen. Die Gruppe sei mit Snowboards unterwegs gewesen, die Männer hatten sie zum Zeitpunkt des Unfalls aber nicht angeschnallt, so der Unterpräfekt. Laut Medienberichten handelt es sich um Franzosen.

Zunächst war davon die Rede gewesen, dass noch mehr Personen unter den Schneemassen verschüttet sein könnten. Der Unterpräfekt sagte, die Mitglieder der Gruppe seien doppelt eingeschrieben worden - einmal über das Internet, das andere Mal über den Skilehrer.

Unglück abseits der offiziellen Pisten

Das Gebiet Tignes-Val d'Isère ist nach eigenen Angaben eines der größten Skigebiete in Savoyen und in den Alpen. Es gibt 480 Hektar offizielle Pisten. Das Unglück ereignete sich laut Berichten abseits der offiziellen Strecken.

Die Behörden hatten vor einem Lawinenrisiko gewarnt. Es galt die Stufe drei - insgesamt hat die Skala fünf Stufen. "Das Risiko ist ausgeprägt", sagte Christian Reverbel von der Vereinigung der Leiter von Wintersportpisten dem Nachrichtensender BFMTV. "Man muss sehr vorsichtig sein."

Vor gut einem Jahr waren in Savoyen fünf Soldaten bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen, ein sechster Armeeangehöriger war einige Tage später gestorben.

 

Quelle: n-tv.de

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