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Letztlich konnten alle Verschütteten befreit werden.
Letztlich konnten alle Verschütteten befreit werden.(Foto: dpa)

Aus Übung wird Ernst: Lawine verschüttet Bergretter

Bei einer Lawinenübung der Bergwacht nahe Garmisch-Partenkirchen ist tatsächlich eine Lawine abgegangen und hat mehrere Menschen verschüttet. Ein Skifahrer hatte sich zuvor verletzt, weshalb die Bergretter während ihrer Probe alarmiert wurden. Noch während der Versorgung des 60-Jährigen ging plötzlich eine Lawine ab, die den Skifahrer komplett und drei Helfer zum Teil verschüttete. Doch alle Opfer konnten rasch befreit werden.

An die 15 Bergwachtmänner übten mit ihren speziell ausgebildeten Hunden auf der 2628 Meter hohen Alpspitze im Wettersteingebirge das Bergen von Verschütteten aus Lawinen. Per Funk wurde dabei über ihrem Einsatzgebiet von zwei Skifahrern ein Pistenunfall mit einem Verletzten gemeldet. Mehrere Bergretter eilten bei dichtem Schneefall sofort zu der Unfallstelle unterhalb des Osterfelderkopfes. Auch ein Notarzt der Bergwacht war innerhalb weniger Minuten am Unfallort.

Noch während die Helfer den nach Polizeiangaben mittelschwer bis schwer verletzten Mann versorgten, löste sich um 11.20 Uhr eine Lawine. Die tonnenschweren Schneemassen verschütteten den Urlauber aus Thüringen vollständig und drei Retter teilweise. "Zwei weitere Bergwachtmänner konnten sich noch durch einen beherzten Sprung zur Seite in Sicherheit bringen", berichtete eine Sprecherin des Bayerischen Roten Kreuzes, zu dem die Bergwacht gehört.

Sofort eilten alle verfügbaren Rettungskräfte samt Hunden in das Lawinenfeld und begannen mit Sonden nach Verschütteten zu suchen. Sowohl der verletzte Skifahrer als auch die Helfer hätten dadurch innerhalb kurzer Zeit geborgen werden können. Die Bergretter blieben unverletzt. Der bereits vor dem Lawinenabgang verletzte Wintersportler wurde zunächst ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht und danach in die nahe Unfallklinik Murnau verlegt.

Quelle: n-tv.de

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