Panorama

Britscher Soldat stirbt im AllgäuLawinen fordern Todesopfer

05.02.2010, 15:27 Uhr

Immer wieder werden die Schneemassen in Deutschland und den alpinen Ländern zur tödlichen Gefahr für Wintersportler. Etliche Skifahrer wurden in den vergangenen Tagen in Lawinen verschüttet, einige müssen das mit ihrem Leben bezahlen. Auch ein Teilnehmer eines Lehrganges der britischen Armee am Riedberghorn kommt ums Leben.

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Wie hier im Gebiet um Radmer herrscht vielerorts akute Lawinengefahr. (Foto: picture alliance / dpa)

Bei Lawinenunglücken sind in Österreich und Deutschland in den vergangenen Tagen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Allein am Donnerstag starben in Österreich fünf Menschen in abgerutschten Schneemassen, unter ihnen zwei Deutsche. Ein Snowboarder aus Ludwigsburg wurde im Kleinwalsertal 600 Meter von einer Lawine mitgerissen, die er vermutlich mit seinen drei Mitfahrern abseits der markierten Pisten selbst ausgelöst hatte. Der 22-Jährige wurde eineinhalb Meter tief verschüttet und war bei seiner Bergung bereits bewusstlos. Er starb im Krankenhaus. Seine drei Begleiter kamen anscheinend mit dem Schrecken davon.

Im Zillertal wurden zwei deutsche Tourengeher aus Bayern verschüttet. Dem Mann gelang es nach Stunden, einen Notruf über sein Handy abzusetzen. Er wurde lebend geborgen, für seine Freundin kam jede Hilfe zu spät. Bereits am Mittwoch waren zwei junge Deutsche aus Lindau am Bodensee im Bregenzerwald in einer Lawine gestorben.

Britische Soldaten verschüttet

Im Salzburger Pongau kamen zwei vermutlich aus Oberösterreich stammende Snowboarder ums Leben, als sie auf freiem Gelände von einer Lawine begraben wurden. Ein Freund hatte am Abend Alarm geschlagen, nachdem die Wintersportler nicht zurückgekehrt waren. Auch für eine 29-jährige Oberösterreicherin kamen die Retter zu spät.

In den Allgäuer Alpen verschüttete eine Lawine drei britische Armeeangehörige, die bei Oberstdorf an einem Skitourenlehrgang teilnahmen. Zwei der Verunglückten konnten lebend geborgen werden, für einen dritten kam jede Hilfe zu spät, teilte die Polizei mit. Der Mann gehörte zu einer 27-köpfigen Gruppe, die auf einer Skitour am Riedbergerhorn war. Die von Führern begleiteten und gut ausgerüsteten Soldaten waren auf einem einwöchigen Lehrgang im Allgäu.

40-Jähriger vermisst

Bei zahlreichen weiteren Lawinenabgängen in Österreich kamen Skifahrer mit dem Leben davon. Eine 39-jährige Skitourengeherin wurde von ihrer 37-jährigen Freundin mit bloßen Händen ausgegraben. Die Österreicherin war etwa 30 Meter vom Schnee mitgerissen worden, nur "eine Hand ragte noch aus dem Schnee", berichtete die Nachrichtenagentur APA. Sie war zwar zunächst bewusstlos, blieb aber unverletzt und konnte später allein ins Tal absteigen.

Die Suche nach einem Wintersportler in Lackenhof am Ötscher blieb bilang erfolglos. Der 40-Jährige wird seit Donnerstagnachmittag vermisst.

Quelle: dpa