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Nach dem Mörder des zehnjährigen Mirco wurde lange gefahndet. Der geständige Olaf H. legte im September 2011 unmittelbar nach der Urteilsverkündung Revision ein.
Nach dem Mörder des zehnjährigen Mirco wurde lange gefahndet. Der geständige Olaf H. legte im September 2011 unmittelbar nach der Urteilsverkündung Revision ein.(Foto: dpa)

Revision abgeschmettert: Lebenslang für Mircos Mörder gilt

Den Mord an Mirco gesteht er zwar, doch die besondere Schwere der Schuld will der nicht akzeptieren. Die Revision von Olaf H. geht beim Gericht allerdings nicht durch. Die lebenslängliche Haftstrafe gilt ohne Einschränkungen.

Die lebenslange Haftstrafe für den Mörder des zehnjährigen Mirco aus dem niederrheinischen Grefrath ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe die als unbegründet verworfen, teilte das Gericht mit. Der Dritte BGH-Strafsenat bestätigte damit ein .

Das Landgericht hatte es im September 2011 als erwiesen angesehen, dass der heute 46-jährige Angeklagte den Jungen aus Grefrath am Niederrhein entführt und ermordet hat. Das Landgericht hatte den Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt und gleichzeitig eine besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Der zur Tatzeit 46 Jahre alte Olaf H. aus Schwalmtal hatte Mirco am Abend des 3. September 2010 auf offener Straße entführt, ihn in einem Waldstück auf der Ladefläche seines Kombis missbraucht und danach mit einer Schnur erdrosselt, um so die Aufdeckung seiner Tat zu verhindern. Der Mord sei schon vorher geplant gewesen.

Vor dem Landgericht Krefeld zeigte sich der Familienvater geständig. Mit seiner Revision wollte der Täter insbesondere die Schwere der Schuld gestrichen wissen und so die Möglichkeit einer Haftentlassung nach 15 Jahren erreichen. Der BGH bestätigte das Krefelder Urteil jedoch auch in diesem Punkt.

Quelle: n-tv.de

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