Panorama
Samstag, 27. Februar 2010

Ärger für Premier: Lieber Deutsch als Katalanisch

José Montilla schickt seine Kinder auf eine deutsche Schule.
José Montilla schickt seine Kinder auf eine deutsche Schule.(Foto: picture-alliance/ dpa)

José Montilla (55), Ministerpräsident der autonomen spanischen Region Katalonien, hat Ärger bekommen, weil seine Kinder eine deutsche Schule besuchen. Der Sozialist muss sich von der konservativen Volkspartei (PP) vorhalten lassen, dass er das Katalanische in der Region zur dominierenden Sprache machen wolle, dieses Prinzip aber für die eigene Familie nicht gelten lasse. An den normalen öffentlichen Schulen in der Region wird überwiegend in Katalanisch unterrichtet. An der deutschen Schule in Barcelona, die zwei Kinder des Regierungschefs besuchen, gibt es nur eine Stunde pro Woche Katalanisch-Unterricht.

"Es ist unerhört, dass nur reiche Leute wie Montilla ihre Kinder auf eine private Schule schicken und sich die Sprache aussuchen können", meinte die PP-Generalsekretärin María Dolores de Cospedal nach Presseberichten vom Samstag. Hintergrund der Vorwürfe ist, dass die Konservativen der Montilla-Regierung vorwerfen, die katalanische Sprache der Bevölkerung "aufzuzwingen" und das Spanische zu verdrängen. Montilla selbst beherrscht das Katalanische allerdings keineswegs perfekt. Er stammt aus der Gegend von Córdoba in Südspanien, wuchs spanischsprachig auf und musste das Katalanische erst nachträglich erlernen.

Quelle: n-tv.de

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