Panorama

Anhebung um ein Drittel: Lottospielen wird teurer

Wenn Lottospieler Anfang Mai ihre Kreuzchen setzen, müssen sie wohl tiefer in die Tasche greifen. Die Lottogesellschaften wollen bei der Ziehung 6 aus 49 an der Preisschraube drehen - zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Lottotipp soll teurer werden. Geplant ist, dass ein Spielfeld in der Lotterie 6 aus 49 von Anfang Mai an einen Euro statt wie bisher 75 Cent kostet. Gleichzeitig soll eine weitere Gewinnklasse eingeführt werden, wie der sächsische Lotto-Chef Siegfried Schenek in Leipzig sagte. Künftig solle es schon für zwei Richtige plus Superzahl einen garantierten Gewinn von fünf Euro geben. Die Zusatzzahl werde abgeschafft. Die Änderung sei beantragt, aber noch nicht von allen Glücksspielaufsichten der 16 Bundesländer genehmigt.

Die Pläne des Lotto-Blocks sehen laut Schenek künftig neun statt der bisherigen acht Gewinnklassen bei der Lotterie 6 aus 49 vor. Völlig neu ist der Zweier plus Superzahl. Statt Dreiern, Vierern und Fünfern mit Zusatzzahl gibt es diese Gewinnklassen jeweils mit der Superzahl. "Das macht das Ganze ein bisschen übersichtlicher", sagte Thomas Schäfer, Sprecher von Saartoto, dem aktuellen Federführer im Deutschen Lotto- und Totoblock. Die jetzige Zusatzzahl kann zwischen 1 und 49 liegen, die Superzahl wird dagegen nur aus den Ziffern 0 bis 9 ermittelt.

Die Skala der Gewinnstufen reicht bis zum Sechser mit Superzahl, der zum Knacken des Millionen-Jackpots nötig ist. An der Gewinnwahrscheinlichkeit für den Höchstgewinn ändert sich nichts - sie bleibt bei rund 1:140 Millionen. Allerdings werde die Jackpotsumme in Zukunft etwas höher ausfallen. Denn statt bislang 10 Prozent des Spieleinsatzes sollen künftig 12,8 Prozent in die Ausschüttung der höchsten Gewinnklasse fließen. "Bundesweit macht das schon große Zahlen aus", sagte Schäfer. Klettere ein Jackpot jetzt zum Beispiel von drei auf vier Millionen Euro, sei in Zukunft ein Sprung auf fünf Millionen drin.

Änderungen gelten ab 4. Mai

Lotto teilte mit, die Preiserhöhung sei die erste seit 13 Jahren. Die Änderungen sollen vom 4. Mai an bundesweit gelten. Für die Genehmigung sind die Aufsichtsbehörden der Lotto-Gesellschaften der Länder zuständig - in der Regel die Innenministerien.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock hat 2012 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Bundesweit sanken die Spieleinsätze um 3,7 Prozent auf 6,41 Milliarden Euro. Den staatlichen Lotterien macht weiterhin die illegale Konkurrenz vor allem im Internet zu schaffen.

2012 wurden bundesweit 115 Lottospieler zu Millionären. Den höchsten Gewinn erzielte ein Tipper aus Nordrhein-Westfalen, der beim Eurojackpot mehr als 27 Millionen Euro abräumte. Der im März 2012 neu einführte Eurojackpot bleibt laut Schenek bislang hinter den Erwartungen zurück. Er rechnet aber mit mehr Spielern in der Zukunft, auch weil sich neben den bisherigen acht Staaten neue Länder wie Kroatien oder Island beteiligen wollten.

Quelle: n-tv.de

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