Panorama

Vulkan Merapi gibt keine RuheLufthansa streicht Flüge

07.11.2010, 09:52 Uhr

Der indonesische Vulkan Merapi spuckt weiter: Die Lufthansa und mehrere andere Fluggesellschaften sagen wegen der Aschewolke vorübergehend alle Flüge in die indonesische Hauptstadt Jakarta ab. US-Präsident Obama hält trotzdem an dem geplanten Besuch des von Naturkatastrophen getroffenen Landes fest.

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Seit Ende Oktober speit der Vulkan glühende Asche und Lava. (Foto: REUTERS)

Nach den hat die Lufthansa ihre Flüge nach Jakarta abgesagt. Sie fliegt normalerweise einmal täglich von Frankfurt über Singapur in die indonesische Hauptstadt. Der Samstagabendflug war kurzfristig abgesagt worden, der Sonntagabendflug wurde auch gestrichen. Auch mehrere andere Fluggesellschaften haben ihre Flüge vorübergehend gestrichen.

"Mit den uns zur Verfügung stehenden Informationen wie Satellitenbilder und Wettervorhersagen haben wir beschlossen, die Flüge abzusagen", sagte Lufthansa-Sprecher Frank Püttmann. Die Flüge aus Frankfurt enden in Singapur. Für Montag sei noch keine Entscheidung gefallen. Nach Angaben der indonesischen Behörden hat der Ausbruch jedoch keine Auswirkungen auf die Flugbedingungen.

Der am 26. Oktober erwachte Vulkan liegt etwa 550 Kilometer südöstlich von Jakarta. Er stößt fast täglich dicken Qualm mit glühender Asche in die Luft. Die Glutwolken wälzen sich die Hänge hinunter und verbrennen Dörfer und Felder. Der Flughafen im nahe gelegenen Yogyakarta war wegen einer Aschedecke bereits geschlossen worden. Westwind hatte Asche aus dem Vulkan bereits bis nach Bandung rund 180 Kilometer südöstlich von Jakarta geblasen, berichtete die "Jakarta Post". Bislang starben durch die Eruptionen mehr als 120 Menschen. 150.000 mussten evakuiert werden.

Obama hält an Indonesien-Reise fest

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Ein Satellitenbild der Aschewolke: Nach Angaben der indonesischen Behörden hat sie "keine Auswirkungen" auf die Flugbedingungen. (Foto: Reuters)

Unterdessen will US-Präsident Barack Obama trotz des Vulkanausbruchs das Land wie geplant in zwei Tagen besuchen. Vertreter des US-Präsidialamtes sagten, es sei derzeit nicht beabsichtigt, den Besuch zu verschieben. Die Situation rund um den Vulkan Merapi werde aber sehr aufmerksam verfolgt, betonte ein Sicherheitsberater. Auch am Sonntag stieß der Vulkan am Rande der Stadt Yogyakarta Asche und giftige Dämpfe aus. Er war vor zwei Wochen ausgebrochen. Bislang starben dadurch mehr als 120 Menschen. 150.000 mussten evakuiert werden.

Obama befindet sich derzeit auf einer zehntägigen Asienreise. Einen Besuch in Indonesien, wo er als Kind mit seiner Mutter mehrere Jahre lebte, hat er bereits zwei Mal verschoben. Im Frühjahr hinderte ihn daran der Kampf für seine Gesundheitsreform, im Sommer die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Quelle: dpa/rts