Zweifelhafte EhrungMac Moneysac für Ackermann
Josef Ackermann hat den "Mac Moneysac-Preis" für "seine wirtschaftlichen Interessen frei von den Fesseln moralischer Bedenken" erhalten.
Die Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus (DONALD) hat am Samstag in Aachen ihren diesjährigen Kongress abgehalten.
Neben Vorträgen rund um die weltberühmte Familie Duck aus Entenhausen stand die Verleihung des "Mac Moneysac-Preises" an den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, an erster Stelle.
Er wurde "geehrt" dafür, dass er "seine wirtschaftlichen Interessen frei von den Fesseln moralischer Bedenken durchsetzt", hieß es in der ironischen Jury-Begründung. Der Banker habe seine Fähigkeiten zuletzt unter Beweis gestellt mit der Entscheidung, den üppigen Gewinn der Bank durch die Entlassung tausender Mitarbeiter weiter zu steigern, betonte das Preisverleihungskomitee.
Der Preis ist benannt nach der Comic-Gestalt Mac Moneysac, dem absolut skrupellosen Gegenspieler des auch nicht gerade zart besaiteten Entenhausener Industriekapitäns und Bankiers Dagobert Duck. Die Auszeichnung sei nicht mit einer Geldsumme dotiert, sondern mit der Ehre verbunden, den Titel "Schonungsloser Optimierer finanziell ertragreicher Leistungen" führen zu dürfen, so die Organisation.