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Angestellte der Textilindustrie in Bangladesch schreien ihre Wut heraus. Sie fordern einen besseren Brandschutz.
Angestellte der Textilindustrie in Bangladesch schreien ihre Wut heraus. Sie fordern einen besseren Brandschutz.(Foto: dpa)

Brand in Textilfabrik in Bangladesch: Manager müssen hinter Gitter

Nach der Feuerkatastrophe von Bangladesch kommen schockierende Details ans Licht. So haben die Manager der Fabrik die Sicherheit sträflich vernachlässigt. Feuerlöscher waren defekt, Notausgänge abgeschlossen. Die drei Männer befinden sich nun in Haft.

Drei Manager der Unglücksfabrik in Bangladesch sind nach dem verheerenden Brand festgenommen worden. Die Männer seien für Lager, Verwaltung und Sicherheit zuständig gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Während des Brandes, bei dem mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen waren, hätten sie sich "unverantwortlich" verhalten.

Der Polizeichef von dhaka, Habibur Rahman sagte, die Manager hätten die Evakuierung des Gebäudes verhindert. "Überlebende sagten uns, sie hätten Arbeitern nicht erlaubt, vor dem Feuer zu fliehen und hätten von einer Routinefeuerübung gesprochen", sagte Rahman.

Weitere Zeugen berichteten laut Polizei, die drei Führungskräfte hätten Vorhängeschlösser an den Ausgängen angebracht. Zudem sollen Feuerlöscher nicht funktionstüchtig gewesen sein.

Brandstifter sitzen in Haft

Der Fabrikbesitzer wurde von der Polizei ebenfalls befragt, aber nicht festgenommen. Dieser werde verdächtigt, sich nicht an die Bauvorschriften  gehalten zu haben. Für das neunstöckige Fabrikgebäude nahe Dhaka habe nur eine Genehmigung über drei Stockwerke vorgelegen, sagte Rahman.

Nach Erkenntnissen der Regierung waren Brandstifter für das fatale Feuer verantwortlich. Zwei Verdächtige sitzen derzeit hinter Gittern.

Überlebende des Feuers und Kollegen angrenzender Fabriken gingen erneut auf die Straße, um für mehr Brandschutz zu demonstrieren. Sie blockierten Straßen und gerieten mit der Polizei aneinander, die die Menge zerstreuen wollte. Die Fabriken im Industriegebiet Ashulia blieben erneut geschlossen.

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Quelle: n-tv.de

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