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Montag, 15. März 2010

Gerichtsvollzieher klingelt: Mann brennt Haus nieder

Beim Eintreffen der Feuerwehr steht das Haus bereits in Flammen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr steht das Haus bereits in Flammen.
(Foto: dpa)

Es war eine Verzweiflungstat nach einer Zwangsversteigerung: Ein Mann hat im sauerländischen Finnentrop offensichtlich sein eigenes Haus niedergebrannt, sich danach tagelang versteckt und schließlich Selbstmord begangen. Der 51-Jährige starb in einem Krankenhaus an den Folgen eines Kopfschusses, den er sich selbst zugefügt hatte, teilte die Polizei mit.

Die Beamten hatten nach dem Feuer vom Freitag erst im Brandschutt mit Spürhunden nach der Leiche des Mannes gesucht. "Zahlreiche Hinweise legten den Verdacht nahe, dass der ehemalige Eigentümer das Gebäude selbst anzündete und in den Flammen umkam", so ein Polizeisprecher.  

Flucht zur Mutter

Der 51-Jährige versteckte sich nach dem Feuer jedoch im benachbarten Haus seiner Mutter. Die Polizei erhielt den Hinweis, dass er sich dort stellen wolle. Dann die dramatische Wende: Noch bevor Beamte ihn durch eine verschlossene Tür ansprechen konnten, schoss sich der Mann eine Kugel in den Kopf. Als die Polizisten den Knall hörten, brachen sie die Tür auf und fanden den Verletzten.

Der schwer verwundete Mann wurde noch mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Den Ärzten gelang es aber nicht, ihn zu retten. Nach Polizeiangaben hatte am Freitag der Gerichtsvollzieher vor der Tür gestanden, bevor das Haus in Flammen aufgegangen war. Dem Mann hatte die Zwangsräumung aus dem bereits versteigerten Haus gedroht. Das Gebäude brannte völlig aus.

dpa

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