Panorama

Vor Geisterfahrt auf der A 61Mann tötet Töchter mit Hammer

23.02.2013, 16:34 Uhr
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Eine Mutter findet die Leichen ihrer beiden Kinder. Der getrennt von der Familie lebende Vater wollte auf die Mädchen aufpassen. Kurz darauf verursacht er als Geisterfahrer einen Unfall und stirbt.

Ein Familienvater soll in Erftstadt in der Nähe von Köln seine beiden Kinder mit einem Hammer erschlagen haben, bevor er einen Unfall als Geisterfahrer provozierte und selbst starb. Die Polizei bestätigte, dass der 42-jährige Mann seine zwei und vier Jahre alten Töchter mit einem Hammer getötet habe. Die Ermittler finden das Werkzeug im Haus der Familie und identifizierten es als Tatwaffe.

Das Motiv für die Gewalttat liegt noch im Dunkeln, sagte ein Polizeisprecher. "Es wurde kein Abschiedsbrief gefunden." Auch eine kurze Anhörung der unter Schock stehenden Mutter habe noch keine Hinweise ergeben, warum der Mann die Tat begangen haben könnte.

Die 36 Jahre alte Mutter der Mädchen war am Freitagabend nicht zu Hause. Der Vater sollte sich allein um die Kinder in der Doppelhaushälfte der Familie kümmern. Das Paar lebte seit einiger Zeit getrennt. Der Vater habe aber öfter auf die Töchter aufgepasst. An diesem Abend soll er die beiden umgebracht haben, setzte sich anschließend ins Auto und fuhr auf der Autobahn 61 Richtung Bonn.

Frontal in Lkw gerast

An einer Raststätte der A61 in Richtung Koblenz wendete der Mann den Wagen und fuhr in falscher Richtung wieder auf Autobahn. Er raste frontal in einen entgegenkommenden Lastwagen und starb in den Trümmern seines Autowracks. Weitere Autos prallten auf die Unfallstelle auf, mindestens ein Mensch wurde dabei schwer verletzt. Den Rettungskräften bot sich auf der Autobahn ein Bild des Grauens. Über fast 100 Meter lagen die Trümmerteile verteilt.

Etwa zur gleichen Zeit war laut Polizei die Mutter der Mädchen nach Hause zurückgekehrt und hatte die beiden Leichen gefunden. Sie erleidet einen schweren Schock und wird psychologisch betreut.

Quelle: ntv.de, dpa