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Auf Staatskosten zum Mars: Die Nasa sucht Kandidaten für die mit Abstand längste Dienstreise der Menschheitsgeschichte.
Auf Staatskosten zum Mars: Die Nasa sucht Kandidaten für die mit Abstand längste Dienstreise der Menschheitsgeschichte.(Foto: NASA)

Traumjob im Weltall?: Mars-Kandidaten bedrängen die Nasa

Sind es die Perspektiven? Die Verdienstmöglichkeiten? Oder gar die Aufstiegschancen? In der Personalabteilung der Nasa geht eine rekordhohe Flut an Bewerbungen ein. Tausende Kandidaten wollen den Astronauten-Job zum Mars übernehmen.

So viele Menschen wie nie zuvor haben sich auf eine Stellenanzeige der National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hin als Astronauten beworben. Rund 18.300 Bewerbungen seien eingegangen, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Das seien mehr als dreimal so viele wie bei der letzten Ausschreibung 2011 und auch deutlich mehr als der bisherige Rekord von 8000 Bewerbungen im Jahr 1978.

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Wer jetzt über spontane Berufsentscheidungen nachdenkt, kommt für den Nasa-Job zu spät: Bewerbungsschluss war Mitte Februar (15.2.). Und die US-Raumfahrtbehörde nimmt nicht jeden.

Zu den ausdrücklich erwähnten Voraussetzungen gehörten neben der US-Staatsbürgerschaft ein Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften, Biologie, Physik, Computerwissenschaft oder Mathematik und mindestens drei Jahre damit verbundene Berufspraxis oder 1000 Flugstunden als verantwortlicher Pilot.

"Es überrascht mich überhaupt nicht"

Die körperlichen Voraussetzungen dürften zahlreiche weitere Interessenten aussieben: Neben den genannten Qualifikationen müssen die Bewerberin oder der Bewerber in einen Raumanzug hineinpassen, dürfen keine Höhenangst haben und sollten generell bereit sein, sich auf "weitere und längere Reisen" einzustellen. Letzteres trifft auf die Nasa-Stellenausschreibung zu wie auf kein anderes Berufsbild auf der Erde. Die Amerikaner suchen Kandidaten für eine Dienstreise zum Mars.

"Es überrascht mich überhaupt nicht, dass so viele Amerikaner mit so verschiedenen Lebensläufen dabei sein wollen, wenn wir unseren Weg zum Mars fortsetzen", sagte der Nasa-Chef und frühere Astronaut Charles Bolden. Nach einem mehrmonatigen Auswahlwettbewerb will die Nasa bis Mitte 2017 die Namen der bis zu 14 erfolgreichen Bewerber nennen, die dann zwei Jahre lang zu Astronauten ausgebildet werden.

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Quelle: n-tv.de

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