Panorama

"Heute ist ein sehr trauriger Tag"Mehr als 120 Tote durch "Ida"

09.11.2009, 07:05 Uhr
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Dorfbewohner von San Vicente betrachten das Chaos. (Foto: REUTERS)

Die Bilanz ist verheerrend: Durch Überschwemmungen und Erdrutsche nach dem Hurrikan "Ida" kommen in El Salvador mehr als 120 Menschen ums Leben. Präsident Mauricio Funes ruft den Notstand aus.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern streifte "Ida" die mexikanischen Halbinsel Yucatán und bewegte sich über dem Golf von Mexiko in Richtung USA. "Heute ist ein sehr trauriger Tag für dieses Land", sagte Funes in einer von Radio und Fernsehen übertragenen Ansprache. Derzeit seien 124 Todesopfer identifiziert. Angesichts der "Schwere" der Katastrophe rief der Präsident den Notstand aus. Damit könnten auch Gelder aus einem Sonderfonds für die Katastrophenhilfe bereit gestellt werden.

Zuvor hatte Innenminister Humberto Centeno bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt San Salvador von mindestens 91 Toten gesprochen. Der Leiter der Zivilschutzbehörde, Jorge Meléndez, befürchtete, dass die Zahl der Toten angesichts der angeschwollenen Flüsse noch steigen könnte. Besonders betroffen seien die Gebiete im Osten des Landes. In der Stadt Verapaz habe eine Schlammlawine ein ganzes Viertel begraben, in Tepetitan seien durch Erdrutsche und Überschwemmungen rund 30 Häuser zerstört worden. Mehr als 7000 Menschen haben den Angaben zufolge kein Dach mehr über dem Kopf.

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Die Leichen von acht Menschen liegen in einem Vorort der Hauptstadt San Salvador. Sie wurden durch einstürzende Mauern getötet. (Foto: AP)

Mit Spitzengeschwindigkeiten von 195 Stundenkilometern streifte "Ida" am Sonntagabend die Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatán, wie der mexikanische Wetterdienst SMN mitteilte. Auf den vor dem beliebten Badeort Cancún gelegenen Inseln Holbox und Punta Allen mussten rund 2300 Menschen in Sicherheit gebracht werden. "Ida" hatte zuvor bereits in Nicaragua und Guatemala schwere Schäden angerichtet.

Das US-Hurrikanzentrum in Miami stufte den Wirbelsturm auf Kategorie zwei der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala hoch. Mit 17 Stundenkilometern bewegte sich "Ida" demnach auf die USA zu. Für die US-Bundesstaaten Mississippi, Alabama und Florida wurde eine Hurrikan-Warnung ausgegeben. Die Stadt New Orleans, die vom 2005 Hurrikan Katrina verwüstet worden war, sei nicht in Gefahr, teilte das Hurrikan-Zentrum mit.

Quelle: AFP