TranssexualitätMenschen im falschen Körper
Transsexuelle Menschen fühlen sich dem jeweils anderen Geschlecht zugehörig. Sie empfinden sich als Mensch im falschen Körper. Die genauen Ursachen dafür sind unbekannt.
Transsexuelle Menschen fühlen sich dem jeweils anderen Geschlecht zugehörig. Sie empfinden sich als Mensch im falschen Körper. Die genauen Ursachen dafür sind unbekannt.
Bei starkem Leidensdruck können Mediziner die Geschlechtsorgane in Richtung des angestrebten Körpers verändern. Dabei erhält der Mensch zunächst die Sexualhormone des gewünschten Geschlechts. Schon dies kann bei (körperlichen) Frauen zu Bartwuchs und (körperlichen) Männern zu Brustwachstum führen. Mit einem chirurgischen Eingriff werden dann gewöhnlich unter anderem die Geschlechtsdrüsen entfernt, die die Geschlechtshormone bilden.
Bei der chirurgischen Umwandlung von einer (körperlichen) Frau zum Mann entnehmen Mediziner die Gebärmutter und die Eierstöcke und verkleinern Brüste und Brustwarzen. Die Harnröhre wird, wenn gewünscht, verlängert und aus Haut und Fettgewebe werden penis- und hodenartige Strukturen geformt. Nach einem solchen Eingriff ist es nicht mehr möglich, Kinder zu bekommen. Der transsexuelle Mensch aus dem US-Bundesstaat Oregon hat jedoch Eierstöcke und Gebärmutter behalten und konnte daher schwanger werden.
Bei der Umwandlung von einem (körperlichen) Mann zu einer Frau werden die Hoden entfernt und eine künstliche Scheide angelegt. Eine Zeugung von Kindern ist nicht mehr möglich.
Transsexuelle möchten gewöhnlich in der neuen Geschlechtsrolle mit einem Partner des anderen Geschlechts zusammenleben. Einer von 12.000 Männern fühlt sich als Frau und eine von 30.000 Frauen als Mann.
Unter bestimmten Voraussetzung dürfen Transsexuelle in Deutschland auch ohne Operation ihren Vornamen ändern lassen. Nach einer Operation, die den Transsexuellen dauerhaft fortpflanzungsunfähig macht, und gegebenenfalls der Auflösung einer zuvor bestehenden Ehe kann die Geschlechtsänderung im Geburtenbuch beantragt werden.