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"Weiter ein langer Weg": Michael Schumacher wieder zu Hause

Seit Michael Schumacher vor über acht Monaten im Skiurlaub verunglückte, verbrachte der Rekordweltmeister 254 Tage in Krankenhäusern. Nun kann er nach Hause zurückkehren. Doch sein Management betont, dass Schumacher noch längst nicht wieder der Alte ist.

Die Reha des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher wird nach Auskunft seiner Managerin Sabine Kehm "von nun an von zu Hause aus fortgeführt werden". Schumacher habe "in den vergangenen Wochen und Monaten der Schwere seiner Verletzung entsprechend Fortschritte gemacht, aber es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm".

Schumacher macht kleine Fortschritte.
Schumacher macht kleine Fortschritte.(Foto: picture alliance / dpa)

Kehm betonte, dass es falsch wäre, aufgrund der Verlegung des 45-jährigen Deutschen auf einen stark veränderten Gesundheitszustand zu schließen. Außerdem seien für diesen Schritt "keine Umbaumaßnahmen auf dem Privatgelände der Familie Schumacher notwendig". Damit trat sie indirekt Medienberichten entgegen, auf dem Schumacher-Anwesen sei de facto ein Krankenhaus gebaut worden.

Weiter schrieb Kehm: "Beim gesamten Team des CHUV Lausanne möchten wir uns für die intensive und kompetente Arbeit herzlich bedanken. Wir bitten auch weiterhin darum, die Privatsphäre der Familie Schumacher zu respektieren und auch von Spekulationen über Michaels Gesundheitszustand abzusehen."

Schumacher hatte bei einem Skiunfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und war in der Uniklinik Grenoble in ein künstliches Koma versetzt worden. Ende Januar war die Aufwachphase eingeleitet worden. Im Juni teilte Kehm mit, dass der 45-Jährige nicht mehr im Koma liege. Seither war Schumacher in der Uniklinik von Lausanne behandelt worden. Insgesamt lag Schumacher 254 Tage im Krankenhaus, davon 189 im Koma.

Wahrung der Privatsphäre

Die Verlegung von Grenoble nach Lausanne war unter strenger Geheimhaltung verlaufen. Unter anderem mussten alle Beteiligten ihre Mobiltelefone abgeben und erfuhren erst vor Ort den Namen des prominenten Patienten. Trotzdem war anschließend ein mehrseitiger Arztbrief über Schumachers Zustand der Presse angeboten worden. Die Polizei konnte die Spur dieses Briefes bis zur Schweizerischen Rettungswacht zurückverfolgen. Der hochrangige Rega-Mitarbeiter, der des Diebstahls verdächtigt wurde, erhängte sich in der Untersuchungshaft.

Auch diesmal informierte das Management erst die Medien, nachdem Schumacher die Klinik bereits verlassen hatte. Während der Reha in Lausanne waren keine Informationen über Schumachers Zustand an die Öffentlichkeit gedrungen.

Lausanne liegt nur etwa 30 Autominuten von Schumachers Wohnort Gland entfernt. Dort lebt der 45-Jährige mit seiner Familie in einem großzügigen Landhaus am Genfer See. Sein Frau Corinna betreibt dort eine Westernranch.

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Quelle: n-tv.de

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