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Der Milliardär Xu Ming ließ dem einstigen Politikstar Bo Xilai mehr als 3 Millionen Euro zukommen.
Der Milliardär Xu Ming ließ dem einstigen Politikstar Bo Xilai mehr als 3 Millionen Euro zukommen.(Foto: REUTERS)

Politik-Skandal in China: Milliardär stirbt in Haft

Er stand in Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um Chinas einstigen Politstar Bo Xilai. Nun ist der Milliardär Xu Ming völlig unerwartet im Gefängnis gestorben. Die Todesumstände sind mysteriös.

Der chinesische Milliardär Xu Ming, der im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um den einstigen Politstar Bo Xilai verurteilt wurde, ist im Alter von 44 Jahren in der Haft gestorben. Xu sei bereits am Freitag wahrscheinlich einem "plötzlichen Herzanfall" erlegen, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Geschäftsmann, der einst der achtreichste Mensch in China war, hätte im September 2016 aus der Haft entlassen werden sollen. Wofür genau Xu verurteilt worden war, wurde in dem Bericht nicht ausgeführt.

Xu hatte seine Karriere mit dem Verkauf von Krabben begonnen. In den 90er-Jahren gründete er den Mischkonzern Shide Group, der in allen Wirtschaftsbereichen der Volksrepublik mitmischte, etwa in der Baubranche und in der petrochemischen Industrie. Seine engen Beziehungen zu der Familie von Bo Xilai sollen Xu bei der Expansion seines Imperiums geholfen haben. Xu soll Bo 3,5 Millionen Dollar (3,2 Millionen Euro) an Bestechungsgeldern gezahlt haben. Außerdem soll der Geschäftsmann Bos Familie den Kauf einer Luxusvilla an der französischen Riviera ermöglicht haben.

Bo war im September 2013 nach einem spektakulären Prozess wegen Korruption und Machtmissbrauchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der charismatische Politiker hatte als Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Metropole Chongqing einst gute Aussicht auf eine steile Politkarriere in der Volksrepublik gehabt.

Quelle: n-tv.de

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