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Silvesterpartys rund um den Erdball: Milliarden feiern ins neue Jahr

Was bringt das Jahr 2013? Diese Frage kann niemand beantworten. Dennoch wird erst einmal kräftig gefeiert. Deutschlands größte Silvesterparty findet am Brandenburger Tor in Berlin statt. In Asien und Australien begrüßen die Menschen schon früher das neue Jahr. In Sydney werden sieben Tonnen Feuerwerk verschossen.

Sie freuen sich auf das Jahr 2013.
Sie freuen sich auf das Jahr 2013.(Foto: dpa)

Alle Jahre wieder: Am Brandenburger Tor in Berlin findet die größte Silvesterparty Deutschlands statt. Das Event startete mit der Generalprobe des "Gangnam-Style" des südkoreanischen Rappers Psy. Geplant war ein "Dancemob-Weltrekord - Hunderttausende sollten den "Gangnam Style" tanzen. Mehrere Discjockeys auf den drei Bühnen heizten zuvor kräftig ein.

Rund eine Million Menschen sind bei der Party in der deutschen Hauptstadt zugegen. Entlang der Stände und Imbissbuden auf der Straße des 17. Juni spazierten zunächst vor allem Familien mit Kindern. Viele stimmten bei der Probe der Band Adoro in eine Klassikversion des Toten-Hosen-Songs "Tage wie diese" ein. Unzählige Gäste versuchten, die schwedische Eurovision-Songcontest-Gewinnerin Loreen mit ihren Handykameras im Bild einzufangen.

Mehr als 6000 Raketen sollten den Himmel über Berlin erleuchten. Als musikalisches Highlight treten die Pet Shop Boys mit ihrem Hit "Go West" auf. Den ersten Weltrekord des Tages erreichte am Morgen bereits der Extremsportler Thomas Großerichter. Nach einer Weltumrundung und 28 500 Kilometern im Fahrradsattel kam der 27 Jahre alte Münsterländer am Brandenburger Tor an - in der Rekordzeit von 105 Tagen, einer Stunde und 44 Minuten. Nach Angaben eines Tourbegleiters knackte er damit den aktuellen Guinness-Weltrekord.

Feuerwehr und Polizei waren für eine anstrengende Nacht gerüstet. In der Hauptstadt waren allein rund 1200 Einsatzkräfte der Feuerwehr unterwegs.

Mega-Feuerwerk über dem Hafen von Sydney.
Mega-Feuerwerk über dem Hafen von Sydney.(Foto: dpa)

Vor der Berliner Veranstaltung hatten bereits Milliarden Menschen das neue Jahr begrüßt. Mit spektakulären Feuerwerken feierten die Neuseeländer und Australier bereits das Jahr 2013, als die Deutschen noch die letzten Knaller besorgten. Popstar Kylie Minogue trat in Sydney auf und mehr als sieben Tonnen Feuerwerk explodierten über dem Hafen.

In Japan und China ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Der Jahreswechsel wird in China traditionell erst während des Frühlingsfestes gefeiert. In Tokio und anderen Städten hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab - rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

Birma feiert erstmals öffentlich

Derweil starteten die Silvesterfeiern auch in anderen Teilen der Welt. Auf Bali in Indonesien tanzten Frauen in religiösen Gewändern auf einer Parade. Ein verkleideter Väterchen Frost lief in Kirgistan mit Gefolge durch die Straßen, und in Johannesburg in Südafrika ging es beim jährlichen Karneval am 31. Dezember bunt zu. Das erste öffentliche Silvesterfest gab es in Birma: Zehntausende waren bei den Feiern in der Hauptstadt Rangun zugegen - bisher hatte das Militärregime die Feiern verboten.

In Indien fielen dagegen viele Silvesterpartys aus. Überschattet vom Tod eines 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers sagten mehrere Discos in Neu Delhi ihre traditionellen Feste ab. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war. Statt Partys soll es nun Kerzenmahnwachen geben.

Die ersten, die ins neue Jahr rutschten, waren die Einwohner auf Samoa im Pazifik. Um 11 Uhr MEZ begann auf den Inseln 2013. Samoa hatte erst im vergangenen Jahr Zeitgeschichte geschrieben. Die Bewohner gehörten zuvor zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie aber virtuell über die Datumsgrenze im Pazifik, indem sie die Uhren 24 Stunden vorstellten.

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Quelle: n-tv.de

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