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Zahlreichen Internetusern flattern derzeit Mail-Abmahnungen wegen der Porno-Plattform YouPorn ins Haus.
Zahlreichen Internetusern flattern derzeit Mail-Abmahnungen wegen der Porno-Plattform YouPorn ins Haus.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 17. August 2017

Fake-Mails: Mimikama warnt vor YouPorn-Abmahnungen

Derzeit kursieren E-Mail-Abmahnungen, die Empfänger wegen der angeblichen Nutzung der Porno-Plattform YouPorn zur Kasse bitten. Sie sollen 207 Euro bezahlen.

Mit einer ebenso einfachen wie fiesen Masche versuchen Betrüger, unschuldigen Internet-Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch "Mimikama" berichtet, macht aktuell eine E-Mail die Runde, in der eine Rechtsanwaltskanzlei dem Empfänger die Nutzung der Porno-Plattform YouPorn vorwirft.

Sehr geehrte Frau .../sehr geehrter Herr ...

wir zeigen Ihnen an, dass wir die Firma Wondo GmbH & Co. KG., Stadthausbrücke 1 – 3, 20355 Hamburg, anwaltlich vertreten. Sie haben das Onlineangebot youporn.com in Anspruch genommen. Trotz Fälligkeit haben Sie leider bislang die geschuldete Vergütung in Höhe von EUR 99,60 zzgl. Mahngebühr, Bankspesen i.H.v. EUR 48,00 nicht bezahlt.

Wir bitten Sie daher, diesen Betrag sowie die bei uns angefallenen gesetzlichen Anwaltsgebühren in Höhe von EUR 59,40, insgesamt also EUR 207,00 bis zum 20.08.2017 zu überweisen. Nach Zahlungseingang werden wir die Angelegenheit abschließen und die Akte zur Ablage bringen."

So lautet der Text des Abmahnschreibens, das gerade die Runde macht. Wer nicht zahlt, soll rechtliche Folgen zu spüren bekommen. Doch hinter den Abmahnungen steckt kein Porno-Vergehen.

"Mimikama" hat nachrecherchiert und ist auf Betrug gestoßen. Zum einen sei das genannte Aktenzeichen der Abmahnung in jeder E-Mail identisch: 10316002088. Zudem führe die in der E-Mail genannte Mailadresse nicht zur Kanzlei, sondern auf eine Drittaddresse. Und zu guter Letzt: Bei der Nutzung von YouPorn fallen keine Kosten an.

Außerdem habe die angegebene Rechtsanwaltskanzlei aus München gegenüber "Mimikama" bereits bestätigt, dass es sich nicht um seriöse Abmahnungen handelt und die Kanzlei in keiner Weise damit zusammenhängt. Auch die Anwälte Wilde Beuger Solmecke warnen auf ihrer Homepage ausdrücklich vor der Abzocke-E-Mail und raten dazu, die geforderten Summen nicht zu zahlen und die E-Mail zu ignorieren und zu löschen.

Quelle: n-tv.de

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