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Der vom Schneesturm gezeichnete Supreme Court hat eine weitreichende Entscheidung gefällt.
Der vom Schneesturm gezeichnete Supreme Court hat eine weitreichende Entscheidung gefällt.(Foto: AP)

Rückwirkende Entscheidung in USA: Minderjährig Verurteilte könnten freikommen

In den USA sitzen mehr als 2000 Menschen im Gefängnis, die als Minderjährige für immer hinter Gitter gesperrt wurden. Das ist illegal, sagen Amerikas oberste Verfassungshüter - und heben die Urteile rückwirkend auf.

2012 hatte das Oberste Gericht der USA Verurteilungen von Minderjährigen zu lebenslangen Haftstrafen ohne Chance auf Bewährung für verfassungswidrig erklärt. Nun entschied das Gericht, dass dieses Urteil auch rückwirkend gilt. Die mit sechs gegen drei Stimmen gefällte Entscheidung könnte die Freilassung von mehr als 2000 Gefangenen zur Folge haben, die vor 2012 zu lebenslanger Haft ohne eine Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung verurteilt wurden.

Bei der Entscheidung ging es um den Fall von Henry Montgomery, der im Alter von 17 Jahren einen stellvertretenden Sheriff in Louisiana tötete und seit 1963 eine lebenslange Haftstrafe verbüßt. Montgomery hatte den Supreme Court angerufen, um ein neues Urteil zu erreichen - in Übereinstimmung mit dem achten Zusatzartikel der US-Verfassung, der "grausame und ungewöhnliche Bestrafung" untersagt.

Gemäß dem Urteil vom 25. Juni 2012 müssen die Gerichte die Möglichkeit haben, mildernde Umstände zu prüfen, ehe sie die schwerstmögliche Strafe gegen Minderjährige verhängen. Die Entscheidung des Supreme Court kam zunächst nur Minderjährigen zugute, die für Morde verurteilt wurden, die nach diesem Datum verübten worden waren.

2010 hatte das Oberste Gericht bereits lebenslange Haftstrafen für Minderjährige mit Ausnahme von Mordfällen für verfassungswidrig erklärt. 2005 urteilte der Supreme Court, dass Minderjährige nicht zum Tod verurteilt werden dürfen.

Quelle: n-tv.de

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