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Die vielen Menschen hält eine Hängebrücke aus Holz nicht stand.
Die vielen Menschen hält eine Hängebrücke aus Holz nicht stand.(Foto: dpa)
Mittwoch, 11. Januar 2017

Naturschutzgebiet in Kolumbien: Mindestens acht Tote bei Brückenunglück

Jahrelang nutzen Anwohner die Hängebrücke in einem kolumbianischen Naturschutzgebiet. Zuletzt kommen immer mehr Touristen. Unter den Menschenmassen gibt die fragile Konstruktion schließlich nach.

Bei einem Unglück auf einer Hängebrücke im kolumbianischen Naturschutzgebiet Bella Vista sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 13 weitere seien dabei verletzt worden, erklärte der Chef der Katastrophenschutzbehörde UNGRD, Carlos Iván Márquez. Der Unfall geschah bereits am Montagmorgen, wurde allerdings erst jetzt bekannt.

Die fragile Konstruktion riss an einer Seite ab und die Menschen stürzten in die Tiefe.
Die fragile Konstruktion riss an einer Seite ab und die Menschen stürzten in die Tiefe.(Foto: dpa)

Die Brücke befindet sich in der ländlichen Gegend der Gemeinde Villavicencio, 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bogotá. Etwa 30 Fußgänger wollten auf der Konstruktion eine Schlucht überqueren, durch die ein kleiner Bach fließt. Laut Behörden gab die etwa 15 Meter hoch hängende Brücke unter dem Gewicht der Menschen nach.

Unter den Todesopfern seien auch mindestens zwei Kinder, sagte der Verwaltungschef von Villavicencio, Hilton Gutiérrez, der Zeitung "El Tiempo". Mitarbeiter des Roten Kreuzes, des Zivilschutzes und der Polizei beteiligten sich an den Rettungsarbeiten. Einige Überlebende erlitten Kopfverletzungen und Knochenbrüche.

Wegen eines Feiertages seien besonders viele Ausflügler in der bei Touristen beliebten Gegend unterwegs gewesen. Die Brücke im Naturschutzgebiet Buena Vista wurde schon seit Jahren von den Anwohnern genutzt. Zuletzt kamen immer mehr Touristen in das Gebiet. "Diese Brücken bestehen aus Holzplatten und Seilen. Sie halten so viel Gewicht nicht aus", sagte Miguel Caro von einer Bürgerinitiative in der Region. Seit einen halben Jahr habe er bereits vor den Gefahren gewarnt.

Quelle: n-tv.de

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